Studie zur Innovationsfähigkeit
Deutschland kann nicht mithalten

Bitteres Ergebnis: Deutschland ist in der Rangfolge der innovationsfähigsten Industrienationen einer Studie zufolge zurückgefallen. Dabei gab es ausgerechnet in den Bereichen, die die amtierende Regierung fördern wollte, die deutlichsten Rückschritte.

HB BERLIN. Deutschland konnte im vergangenen Jahr seine Innovationsfähigkeit im internationalen Vergleich nicht verbessern. Im Bereich Bildung und Forschung ist sogar ein Rückschritt zu erkennen. Zu diesem Ergebnis kommt der Innovationsindikator 2007, den das DIW Berlin im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) erstellt.

Im aktuellen Länderranking der 17 weltweit führenden Industrieländer ist Deutschland um einen Platz zurückgefallen und belegt jetzt den achten Platz. Zwar habe sich die Innovationsfähigkeit der Studie zufolge gegenüber 2006 leicht verbessert, doch seien die Fortschritte in den meisten anderen Ländern größer ausgefallen.

Wie bereits im vergangenen Jahr sei die Bildung das zentrales Manko. Hier habe Deutschland nur Rang 13 erreicht. Dabei nehmen Bundesländer mit relativ hoher Wirtschaftskraft wie Bayern und Baden-Württemberg im internationalen Vergleich im Bildungssektor keine bessere Position ein als Deutschland insgesamt.

Dies sei alarmierend, sagte der Chef der Deutsche Telekom Stiftung, Ex-Außenminister Klaus Kinkel. Daneben mache sich der zunehmende Fachkräftemangel immer negativer bemerkbar.

Spitzenreiter der Rangliste mit kräftigen Verbesserungen von Rang drei im Vorjahr ist Schweden. Dahinter rangieren die Nummer Eins des Vorjahres, die USA, sowie die Schweiz, Finnland, Dänemark und Japan. Am Ende liste liegen Spanien und Italien.

Neben den Bereichen Bildung und Fachkräfteangebot hinkt Deutschland beim Gründergeist, Risikokapital, Risikobereitschaft und Beteiligung von Frauen international hinterher. Relativ gute Noten - gemessen an den anderen wichtigen Akteuren „Staat“ und „Gesellschaft“ - erhielten die hiesigen Unternehmen.

Trotz des Bildungsföderalismus sind die Probleme bei der Ausbildung nach der Studie bundesländerübergreifend. Mit Blick auf Zukunftsentwicklungen kommen die Autoren zum Ergebnis, dass China wirtschaftlich gesehen eine hohe Dynamik aufweist. Allerdings zeigen die Analysen auch, dass die Volksrepublik etwa in den Bereichen Forschung oder Umsetzung von Innovationen noch nicht mit den etablierten Ländern voll mithalten kann.

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