Tarifverträge laufen zum 31. März aus
Erste Metall-Tarifrunde ergebnislos beendet

Die bundesweit erste Runde der Metall- Tarifverhandlungen ist am Montagabend in Gelsenkirchen ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

HB GELSENKIRCHEN. Die bundesweit erste Runde der Metall- Tarifverhandlungen ist am Montagabend in Gelsenkirchen ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Zum Start der Gespräche warnte IG Metall- Verhandlungsführer Detlef Wetzel die Arbeitgeber vor einer Verschärfung des Tarifkonflikts. Wenn sie kein „verhandlungsfähiges“ Angebot vorlegten, werde die Gewerkschaft Anfang Mai mit Warnstreiks beginnen, sagte Wetzel.

Die erste Runde der Gespräche war ohne ein Angebot der Arbeitgeber geblieben. Bei der am 2. April ebenfalls in Gelsenkirchen vorgesehenen zweiten Runde wollen sie eine erste Offerte vorlegen. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Horst-Werner Maier-Hunke, kündigte ein Angebot von mindestens zwei Prozent, jedoch unterhalb von drei Prozent an. Die von der Gewerkschaft geforderten Gehaltserhöhungen um 6,5 Prozent für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen bezeichnete Maier-Hunke als „völlig überzogen und nicht zeitgemäß“.

Die IG Metall werde sich nicht auf Einmalzahlungen zu Lasten von dauerhaft wirkenden Tariferhöhungen festlegen lassen, sagte Wetzel. Solche Zahlungen könnten nur als „Sahnehäubchen“ einen Abschluss ergänzen. Der Chef der Metallgewerkschaft in NRW wies dabei auf die derzeit gute Lage der Branche hin. „Die Zeit des Jammern muss endlich vorbei sein. Für die Arbeitgeber gibt es keinen Grund, ihre wirtschaftliche Situation schlecht zu reden“, sagte er.

Maier-Hunke bezeichnete Einmalzahlungen dagegen als sinnvolle Alternative und möglichen Lösungsansatz. „Wir haben kein Boomjahr“, sagte er. Höhere Forderungen als im Vorjahr seien deshalb nicht gerechtfertigt.

Die Auftaktrunde der diesjährigen Metall-Tarifverhandlungen wird am Dienstag mit dem Start der Gespräche in Sachsen fortgesetzt. In Nordrhein-Westfalen war im vergangenen Jahr der Pilotabschluss der Branche erzielt worden. Damals waren Einkommenserhöhungen von drei Prozent sowie eine variable Einmalzahlung mit einer Laufzeit von 13 Monaten vereinbart worden. In der Metall-und Elektroindustrie sind bundesweit 3,4 Millionen Menschen beschäftigt.

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