Teuerung
Inflation in Euro-Zone fällt auf Rekordtief

Die Jahresteuerung in der Euro-Zone ist im März auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren gefallen. Das verschafft der EZB Luft für weitere geldpolitische Schritte.

HB BRÜSSEL. Verglichen mit dem Vorjahr verteuerte sich die Lebenshaltung um nur noch 0,6 Prozent, wie das Europäische Statistikamt (Eurostat) am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte und damit erste Schätzungen bestätigte. Verglichen mit März stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.

Wichtigster Grund für die sinkende Teuerung ist der Rückgang der Energiepreise: Diese herausgerechnet, verteuerten sich die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat kostete Energie 1,2 Prozent weniger, auf Jahressicht lag das Minus bei 8,1 Prozent. Teurer als im Vorjahr waren dagegen Alkohol und Tabak.

Im Sommer 2008 hatte die Jahresteuerung noch auf dem Rekordhoch von 4,0 Prozent gelegen, bevor die Rohstoffpreise im Zuge der Weltwirtschaftskrise einbrachen und der Teuerungsdruck allgemein stark nachließ. Experten erwarten im Laufe des Jahres sogar sinkende Preise.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält stabile Preise bei Raten von knapp unter zwei Prozent für gewährleistet. Wegen des nachlassenden Inflationsdrucks sieht die EZB auch nach einer Leitzinssenkung auf 1,25 Prozent noch weiteren Spielraum für geldpolitische Lockerungen. Eine Nullzinspolitik wie in Japan und den USA lehnen die Währungshüter indes ab.

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