Teuerung
Ökonomen: In Deutschland keine anhaltend hohe Inflation

Die führenden Ökonomen in Deutschland rechnen nicht mit einer dauerhaft hohen Inflation. Gegen die aktuelle Teuerung könne die Bundesregierung allerdings nichts unternehmen.

BERLIN. Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard sagte dem Handelsblatt: „Ich denke, dass der Höhepunkt jetzt erreicht ist, und sich spätestens im vierten Quartal die Preissteigerungsraten normalisieren werden“. Er schloss sich damit den Erwartungen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute an, die in ihrem Frühjahrsgutachten ebenfalls von einem Rückgang der Inflationsrate zum Jahresende ausgehen.

Wiegard begründete seine Erwartung damit, dass die Preissteigerungen großenteils auf Einmal-Effekten beruhten. „Der Effekt der Mehrwertsteuererhöhung dürfte auslaufen. Auch die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie werden bei einer sich leicht abkühlenden Weltkonjunktur an Dynamik verlieren“, sagte er.

Einfluss nehmen auf die Inflation könne gegenwärtig allein die EZB über die Zinspolitik. Die Bundesregierung könne hingegen aktuell nichts gegen die Teuerung tun. „Die Preissteigerungen beruhen auf einer höheren Nachfrage weltweit und liegen damit außerhalb der Handlungsmöglichkeiten einer deutschen Regierung“, sagte er.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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