Teuerung
Preise in Euro-Zone sinken überraschend stark

Die Teuerung in der Euro-Zone bleibt weiterhin deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Verbraucherpreise sind im September etwas stärker als erwartet gefallen.
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HB BRÜSSEL. Die Verbraucherpreise sanken durchschnittlich um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang von 0,2 Prozent gerechnet. Im Juni waren die Preise erstmals in der Geschichte der Währungsunion zurückgegangen.

In Deutschland sanken die Lebenshaltungskosten im September ebenfalls etwas stärker als erwartet. Vor allem Energie und Lebensmittel wurden günstiger. Im Juli 2008 hatte die Inflation noch auf dem Rekordhoch von 4,0 Prozent gelegen. Der Ölpreis war damals auf knapp 150 Dollar je Barrel gestiegen, derzeit kostet der Rohstoff weniger als die Hälfte. Zudem fällt es den Unternehmen in der Rezession schwerer, Preiserhöhungen durchzusetzen.

Die EZB sieht stabile Preise mittelfristig bei Raten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die Notenbank geht davon aus, dass die Teuerung auch im kommenden Jahr deutlich unter dieser Marke liegen wird. Eine Deflation – also einen Rückgang der Preise auf breiter Front über einen längeren Zeitraum – sei dagegen nicht zu befürchten.

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