Teuerung
US-Inflation auf höchstem Stand seit 1991

Rasant steigende Energiepreise haben die Inflationsrate in den USA auf ein 17-Jahres-Hoch getrieben. Vor allem die Spritpreise legten zu. Die Produktion in der US-Industrie ist im Juni indes überraschend gestiegen. Die US-Notenbank tendiert derweil angesichts der neuen Inflationsgefahren offenbar zu einer Straffung ihrer Zinspolitik.

HB WASHINGTON. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit 4,5 Prozent gerechnet. Von Mai auf Juni kletterten die Lebenshaltungskosten um 1,1 Prozent und damit so stark wie seit 1982 nicht mehr.

Größter Preistreiber war Energie. Sie verteuerte sich binnen Monatsfrist um 6,6 Prozent. Die Spritpreise legten mit 10,1 Prozent besonders stark zu.

Die Kernrate, die die schwankungsanfälligen Preise für Lebensmittel und Energie nicht berücksichtigt, blieb mit 2,4 Prozent unterdessen praktisch unverändert. Sie liegt aber immer noch über dem langfristigen Zielkorridor der US-Notenbank von 1,5 bis 2 Prozent. Im Monatsvergleich legten die Preise auf dieser Basis ebenfalls moderat um 0,3 Prozent zu, nach 0,2 Prozent im Vormonat.

An der Börse in Frankfurt wurden die Daten negativ aufgenommen. Der deutsche Leitindex Dax fiel ins Minus. Wegen der hohen Inflation steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins anhebt.

Die Produktion in der US-Industrie ist im Juni indes überraschend gestiegen. Die Gesamtproduktion legte im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent zu, wie die US-Notenbank am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen unveränderten Wert erwartet. Im Mai war die Produktion um 0,2 Prozent zurückgegangen.

Die Kapazitätsauslastung – ein wichtiger Faktor für die Geldpolitik der US-Notenbank – lag im Juni bei 79,9 Prozent. Analysten hatten mit 79,3 Prozent gerechnet.

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