Teuerungsraten liegen weit auseinander
Eichel plädiert für niedrigere Zinsen

Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Hans Eichel sind die Leitzinsen in der Euro-Zone noch nicht niedrig genug, um sich wachstumsfördernd in Deutschland auszuwirken.

HB FRANKFURT/M. „Wir haben in Deutschland - trotz des insgesamt niedrigen Zinsniveaus - die höchsten Realzinsen in der Euro-Zone“, sagte Eichel (SPD) am Montag in einer Rede in Frankfurt. Dies helfe dem Wachstum nicht. Der Minister wies damit auf die vergleichsweise niedrige Inflationsrate in Deutschland hin. Diese hat zur Folge, dass die für die Investitionstätigkeit der Firmen wichtigen Realzinsen - also die nominalen Zinsen abzüglich der Inflationsrate - hier zu Lande höher sind als in den meisten anderen Ländern der Euro-Zone. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegte (nominale) Leitzins indes befindet sich derzeit mit 2,00 Prozent in allen Ländern der Euro-Zone auf dem niedrigsten Niveau seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Teuerungsraten liegen in der Euro-Zone zum Teil weit auseinander. Im Oktober lag die Inflation in Deutschland bei 1,2 Prozent. In Irland etwa belief sie sich dagegen auf 3,3 Prozent. Im gesamten Währungsraum betrug die Jahresteuerung 2,0 Prozent und beschleunigte sich im November nach vorläufigen Berechnungen auf 2,2 Prozent. Die EZB sieht mittelfristig Preisstabilität gewährleistet, wenn sich die Inflation nahe unter zwei Prozent befindet.

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