Teure Energie
Deutsche Einfuhrpreise steigen stärker als erwartet

Die Importpreise in Deutschland sind im April des laufenden Jahres stärker als erwartet gestiegen. Das liegt vor allem an der Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet, kletterte der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum April 2007 um 5,7 Prozent. Im März hatte die Jahresteuerungsrate ebenfalls 5,7 Prozent betragen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten für April einen Anstieg von 5,4 Prozent prognostiziert.

Im Vormonatsvergleich wurde ein Importpreisanstieg von 0,9 Prozent registriert nach plus 0,4 Prozent im März. Hier war im Vorfeld ein Plus von 0,7 Prozent erwartet worden. Unter Herausrechnung von Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag der Einfuhrpreisindex den Angaben zufolge im April lediglich um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr, während sich im Vergleich mit März ein Anstieg um 0,3 Prozent ergab.

Besonders hoch war im April die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern (plus 36,1 Prozent). Gegenüber dem März 2008 waren Preissteigerungen von 4,2 Prozent zu verzeichnen. Rohöl wurde im Vorjahresvergleich um 41,4 Prozent teurer (Vormonatsvergleich: plus 3,5 Prozent), die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen um 35,6 Prozent (Vormonatsvergleich: plus 5,1 Prozent). Bei Erdgas war ein Preisanstieg gegenüber April 2007 von 33,2 Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich zu März 2008 verteuerte es sich um 5,0 Prozent.

Im Nahrungsmittelsektor waren gegenüber April 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Getreide (plus 44,1 Prozent), Zitrusfrüchten (plus 31,0 Prozent), Rohkakao (plus 16,7 Prozent), Milch und Milcherzeugnissen (plus 11,5 Prozent) sowie Rohkaffee (plus 10,6 Prozent) zu beobachten. Im Vormonatsvergleich wurde unter anderem Getreide billiger (minus 6,6 Prozent), zum dritten Mal in Folge. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse sanken gegenüber März 2008 um 1,6 Prozent. Sie sind seit November 2007 rückläufig.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im April um 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Anstieg um 0,3 Prozent registriert.

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