Teure Energie
Einfuhrpreise steigen so stark wie seit 2000 nicht mehr

Die nach Deutschland gelieferten Waren haben sich im Mai so stark verteuert wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Die Einfuhrpreise stiegen laut Statistischem Bundesamt um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der höchste Wert seit November 2000 (10,6 Prozent).

HB BERLIN. Im März und April hatte die Teuerungsrate 5,7 Prozent betragen, im Jahresschnitt 2007 sogar nur um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Preise mit 2,4 Prozent so stark wie seit September 1990 nicht mehr.

Größter Preistreiber war Energie, die sich binnen Jahresfrist um 46,5 Prozent verteuerte. Rohöl kostete 56,8 Prozent und Mineralölerzeugnisse 48,0 Prozent mehr. Ohne diese beide Bereichen wären die Importpreise lediglich um zwei Prozent gestiegen.

Auch viele Nahrungsmittel verteuerten sich. Für Getreide musste 37,2 Prozent, für Zitrusfrüchte 34,2 Prozent, für Rohkakao 16,6 Prozent und für Milch, Milchprodukte und Rohkaffee sogar 11,2 Prozent mehr bezahlt werden. Rindfleisch verteurte sich um 25,4 Prozent, Schweinefleisch um 14,1 Prozent und Geflügelfleisch um 7,4 Prozent.

Die Teuerung fiel deutlich stärker als erwartet aus. Analysten hatten zum Vormonat mit einem Anstieg von 1,4 Prozent gerechnet und zum Vorjahr ein Plus von 6,8 Prozent erwartet.

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