Treffen der Notenbank-Chefs
Experten erwarten große US-Zinspause

Die Finanzmärkte erhoffen sich von einem internationalen Treffen der Notenbanker am Wochenende neue Erkenntnisse über die Geldpolitik der USA. Dabei gehen viele Experten zurzeit von einer Lockerung aus.

NEW YORK. Der Ökonom Peter Hooper von der Deutschen Bank in New York zum Beispiel rechnet mit einer längeren Zinspause. Er erwartet, dass die Leitzinsen in den USA spätestens im kommenden Frühjahr wieder sinken. Auch der bekannte US-Fondsmanager Bill Gross spricht schon wieder von möglichen Zinssenkungen.

Das Wirtschaftswachstum ist in Amerika zuletzt auf nur noch 2,5 Prozent zurückgegangen und wird laut Volkswirten auch im nächsten Jahr kaum stärker ausfallen. Die Händler auf den Terminmärkten für Zinskontrakte wetten deshalb ebenfalls auf eine Lockerung der Geldpolitik. So ist die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Zinserhöhung im September auf unter 20 Prozent gesunken. Derzeit stehen die Leitzinsen bei 5,25 Prozent.

Die Diskussion des EZB-Schattenrates über die Zinsentwicklung

Am Wochenende blickt die Finanzwelt auf den kleinen Urlaubsort Jackson Hole in den Rocky Mountains. Dort treffen sich wie jedes Jahr um diese Zeit die wichtigsten Notenbanker der Welt, um ohne Krawatte, aber mit aufgekrempelten Ärmeln und Wanderschuhen über die zukünftigen Herausforderungen für die Geldpolitik zu diskutieren. „Die neue ökonomische Geographie“ heißt das Thema in diesem Jahr. Was auf die neuen Machtverhältnisse in der Weltwirtschaft gemünzt ist, enthält jedoch ungewollt auch einen Hinweis auf die derzeit nur schwer zu überblickende Zinslandschaft.

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