Treffen in Brüssel Deutschland verlangt von Irland Steuersenkungen

Deutschland verlangt vom Euro-Schuldensünder Irland eine Anhebung der extrem niedrigen Unternehmensteuern. Andernfalls will Deutschland die geforderte Zinssenkung für Hilfskredite nicht akzeptieren. Irland blockt jedoch.
5 Kommentare
Auch Wolfgang Schäubles (r.) US-Amtskollege Geithner (l.) ist von Irlands Steuerpolitik nicht begeistert. Quelle: Reuters

Auch Wolfgang Schäubles (r.) US-Amtskollege Geithner (l.) ist von Irlands Steuerpolitik nicht begeistert.

(Foto: Reuters)

BrüsselBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble machte am Dienstag in Brüssel deutlich, dass die Bundesregierung die geforderte Zinssenkung für Hilfskredite nicht akzeptieren werde, wenn Irland in Sachen Unternehmensteuern nichts unternehme. „Wenn die Iren von uns Zusätzliches wollen, können wir nur sagen: Dann würden wir auch gut finden, wenn Ihr an Eurem Steuersatz etwas ändert“, sagte Schäuble nach einem Treffen mit Amtskollegen. „Das kann nicht so bleiben.“

Mit der Forderung nach Steuersenkungen bewegen sich EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich auf einem schwierigem Gebiet. In diese Frage darf sich die EU eigentlich nicht einmischen. „Mit den Europäischen Verträgen darf man das gar nicht sagen“, räumte auch Schäuble ein. Selbst sein US-Amtskollege Timothy Geithner habe sich aber „nicht sehr begeistert geäußert, wie viele amerikanische Aktivitäten in Irland“ versteuert würden.  

Der neue irische Premier Enda Kenny lehnt Änderungen kategorisch ab. „Ich habe bei vielen Gelegenheiten klar gemacht, dass eine Erhöhung der Unternehmensteuer für uns nicht in Betracht kommt“, sagte er zuletzt am Wochenende. Diese Linie wurde in Brüssel auch von Irlands Finanzminister Michael Noonan vertreten.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

5 Kommentare zu "Treffen in Brüssel: Deutschland verlangt von Irland Steuersenkungen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Typisch EU! Alle wollen von UNS Geld, sind aber zu keinen Zugeständnissen bereit!
    85% der EU-Länder sind Netto-Leistungsbezieher von DEUTSCHLAND. Sobald Einschränkungen gefordert werden oder kein Geld mehr fließt, zeigen sie uns die kalte Schulter und berufen sich auch Freiheiten gemäß den EU-Verträgen. MENSCH DEUTSCHLAND, WACH ENDLICH AUF!

  • Diese Drohung des Herrn Finanzmister Schäuble, ist nur heiße Luft. Er wird schon noch umfallen wie immer.
    Danke

  • jaja, noch mehr Steuersenkungen und pleite gehen, eieie, der Westerwelleefekt und merk(el)befreit.

  • "Handelsblatt"! Schaut Euch mal Euere Überschrift an. Gemerkt?

  • Ich weiß, dass es für das HB schwer ist etwas anderes als "Steuersenkungen " zu befürworten, aber die Überschrift sollte wenigstens mit dem Artikelinhalt " Steuererhöhungen "
    übereinstimmen oder geht es nur um Schlagzeilen?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%