Trend ins Plus
Industrie freut sich über dicke Auftragsbücher

Das brummende Auslandsgeschäft hat der deutschen Industrie im März ein Orderplus beschert. Die Bestellungen stiegen um 2,2 Prozent zum Vormonat. Allerdings sank die Zahl der offenen Stellen deutlich.
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BerlinBoomende Geschäfte mit Schwellenländern sorgen bei der deutschen Industrie für überraschend dicke Auftragsbücher. Ihre Bestellungen stiegen im März um 2,2 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,5 Prozent vorhergesagt.

Im Februar fiel das Plus mit 0,6 Prozent zudem doppelt so hoch aus wie bislang angenommen. „Nach der erwartet schwachen Entwicklung im Winter dreht der Trend allmählich wieder ins Plus“, schrieb das Ministerium. „Davon dürfte auch die Industrieproduktion profitieren.“

Die unerwartet positiven Daten signalisieren, dass die heimische Wirtschaft nach der Flaute Ende vorigen Jahres Anfang 2012 wieder zugelegt hat. „Für das erste Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft beim Bruttoinlandsprodukt insgesamt eine schwarze Null oder ein kleines Plus schaffen“, sagte Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. „Trotz der Schwäche vieler Handelspartner in der Euro-Zone kommt Deutschland also mit einem blauen Auge davon.“

Andreas Scheuerle von der Dekabank hält es noch nicht für ausgemacht, dass die Wirtschaft wieder gewachsen ist. Der Konjunktur-Experte setzt aber auf die Zukunft: „Die Hoffnung ist, dass es jetzt besser wird - vor allem im zweiten Halbjahr.“

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