Trotz Auftragsrückgang: Deutsche Industrie bleibt überdurchschnittlich stark

Trotz Auftragsrückgang
Deutsche Industrie bleibt überdurchschnittlich stark

Der Aufschwung der deutschen Industrie hat im August etwas an Schwung verloren. Vor allem das Neugeschäft bremst sich ab. Der Markit/BME-Einkaufsmanagerindex notierte aber dennoch weiter deutlich über der Wachstumsschwelle. Auch die Industrie in den Euro-Ländern schwächelt – stärker als die Unternehmen hierzulande.
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HB BERLIN. Zu spüren bekamen die Firmen geringere Zuwächse beim Auftragseingang, wie die Markit-Experten am Mittwoch zu ihrer Umfrage unter etwa 500 Firmen mitteilten. Der Markit/BME-Einkaufsmanagerindex sank auf 58,2 Punkte von 61,2 Zählern und damit auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Dennoch sei Deutschland damit das Zugpferd der Euro-Zone, die Industrie steigere ihre Geschäfte stärker als in den anderen Ländern des Währungsraumes, sagte Markit-Volkswirt Tim Moore.

Zudem stockten die Firmen ihre Belegschaften weiter auf. „Die anhaltende Verbesserung am Industrie-Arbeitsmarkt ist eine gute Nachricht für das Verbrauchervertrauen und die Aussicht, dass der Aufschwung an Breite gewinnt.“

Der Einkaufsmanagerindex liegt trotz des jüngsten Rückgangs deutlich über seinem langjährigen Mittelwert von 51,9 Zählern und weit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Firmen weiteten ihre Produktion den 14. Monat in Folge aus, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie im Juli. „Verantwortlich hierfür war der markant niedrigere Zuwachs beim Neugeschäft“, schrieben die Umfrage-Experten. Der Anstieg war so gering wie seit Dezember nicht mehr, hauptsächlich wegen der schwächeren Exportnachfrage - aber der entsprechende Index notierte weiter deutlich über der Wachstumsschwelle. „Alles in allem war der Gesamt-Auftragszuwachs nach wie vor überdurchschnittlich stark“, schrieben die Experten.

Auch die Auftragsbücher füllten sich weiter, wenngleich nicht mehr ganz so zügig wie im Juli. „Um einen übermäßigen Anstieg der Auftragsbestände zu verhindern, wurde die Nachfrage bei vielen Unternehmen direkt aus den Fertigwarenlagern bedient“, schrieben die Experten. Die Firmen bauten unter dem Strich bereits den dritten Monat in Folge ihre Bestände ab.

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  • Trotz "Fachkräftemangel" hat es jetzt auch unsere Entwicklungsabteilung erwischt. Von 20 Mitarbeitern wurden 5 entlassen, bei 10 wurden die Verträge aus betrieblichen Gründen zu befristeten Arbeitsverträgen mit einer Laufzeit von 1 Jahr umgewandelt, nur 5 blieben verschont. Gleichzeitig baut der betrieb in Rumänien bei einer Tochterfirma die gleiche Entwicklungsabteilung auf. Wie es weiter gehen wird kann man sich ausrechnen. Und dies alles mit Zustimmung des betriebsrat. Alles klar, Fachkräftemangel

  • @na unsere experten spielen immer noch auf zeitgewinn frau von der leyen/kannengiesser suchen immer noch Fachkräfte,der unverdiente lohn wird trotzdem überwiesen,und die herde der gutgläubigen bleibt sich treu,was sollen wir denn machen Porsche beklagt sich das sie zu wenig bewerbungen erhalten in leipzig,wie soll man so druck aufbauen,was ist ihr 50 ig jährigen wir warten auf euch,in Afganistan entstehen auch laufend neue arbeitsplätze,wieso glaubt uns keiner ? ihr seit doch für frieden.wo es zu viele bewerbungen gibt Europaparlament,Kommissare,wir kommen mit den gründen von kommissionen nicht nach,ein tag hat 25 stunden weil wir schon die pausen durcharbeiten.was ich nicht verstehe der Sommer vom DGb der will demonstrieren wogegen eigentlich ?verstehe den protest überhaupt nicht,die Tantieme gibts die nicht mehr.betribsräte auch werden die nicht ausreichend bezahlt das die so rumeiern.dabei ist es so leicht das kind beim namen zu nennen,viele hier in diesen forum sagen eindeutig die wahrheit wie es ihnen ergangen ist,

  • Die industrie kann laut Markit so toll laufen wie sie will- wir haben diesjahr ein rekorddefizit im Staatshaushalt, zudem besteht die gefahr, daß der Welthandel abkühlt, wovon Deutschland ebenfalls besonders betroffen ist, nicht nur bei den Zuwächsen.Laßt erstmal die ganzen sparpakete wirken, dann gibt es wohl nichts mehr zu bejubeln in der deutschen industrie. Dann wird der Frust kommen, und das jahrelang.

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