Trotz des fünften Rückgangs in Folge
Ifo-Index signalisiert weiteres Wachstum

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Oktober erneut eingetrübt, aber nicht so stark wie erwartet. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht eine Fortsetzung des Aufschwungs, allerdings mit nachlassender Dynamik. Zudem hat sich das Institut für Wirtschaftsforschung zur Finanzkrise geäußert.

HB MÜNCHEN. Der Geschäftsklimaindex sei von 104,2 Punkten im Vormonat auf 103,9 Punkte gesunken, teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag mit.

Die meisten Experten hatten damit gerechnet, dass der mittlerweile fünfte Rückgang des Konjunkturbarometers in Folge etwas deutlicher ausfällt. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas ungünstiger einschätzten, blieben die Zukunftserwartungen fast unverändert. „Das Ergebnis spricht für eine Fortsetzung des Aufschwungs, allerdings mit nachlassender Dynamik“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 103,8 Zähler gerechnet.

Die weltweite Finanzkrise kann den Aufschwung in Deutschland nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts nicht abwürgen. Auch im schlimmsten Fall werde die Konjunktur nicht in eine Rezession abgleiten, sagte Ifo-Konjunkturexperte Hans Günter Russ. Allerdings belaste die Krise die Unternehmen, sie kämen nicht mehr so leicht an Kredite für Investitionen.

Die für den Ifo-Index 7000 befragten Unternehmen beurteilten sowohl ihre Lage als auch ihre Geschäftsaussichten etwas schlechter als im September. Der Lageindex fiel auf 109,6 Punkte von 109,9. Auch die Geschäftserwartungen trübten sich weiter ein: Der Index fiel auf 98,6 von 98,7 Punkten. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten bei der Lage mit 109,4 Punkten und bei den Erwartungen mit 98,4 Punkten gerechnet.

Mit 103,9 Punkten ist der Geschäftsklimaindex zwar so niedrig wie seit Februar 2006 nicht mehr, liegt aber deutlich höher als etwa die Spitzenwerte der Jahre 2004 und 2005.

Viele Experten rechnen in diesem Jahr dennoch weiter mit einem robusten Wachstum, das allerdings geringer ausfallen dürfte als im Boomjahr 2006.

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