Trotz geschwächter US-Konjunktur
DIHK: Beschäftigungsaufbau setzt sich fort

Der Beschäftigungsaufbau in Deutschland wird in diesem Jahr, wenn auch in geringerem Tempo, anhalten. Das prognostiziert der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier.

FRANKFURT. "Die infolge der Finanzmarktkrise geschwächte US-Konjunktur wirkt sich zwar auf die deutsche Wirtschaft und verspätet auch den Arbeitsmarkt negativ aus, stoppt aber weder das Wirtschaftswachstum noch den Beschäftigungsaufbau", sagt Treier. Ausschlaggebend für seine optimitische Prognose - der DIHK rechnet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,0 Prozent in 2008 - ist eine Umfrage des Verbandes unter seinen Mitgliedsunternehmen.

Daraus geht hervor, dass sich die Finanzierungsbedingungen in Deutschland zwar leicht getrübt haben, der überwiegende Teil der Unternehmen aber noch keine Verschlechterung bei den Kreditkonditionen spürt. Dies hatte eine Umfrage der DIHK unter rund 20 000 Unternehmen bereits im Februar ergeben und wurde in einer Nachbefragung, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, im April bei allen 80 Handelskammern bestätigt.

"Dass die meisten Unternehmen nach wie vor über gute Kreditkonditionen verfügen, liegt vor allem daran, dass sie mit harten Sanierungskursen ihre Eigenkapitalausstattung und damit auch ihre Kreditwürdigkeit erhöht haben", so Treier.

Trotz der guten Finanzausstattung der deutschen Unternehmen und ihrer Investitionsbereitschaft hält es DIHK-Chefvolkswirt Treier für unwahrscheinlich, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2009 unter drei Millionen sinken wird. Die Einstellungsbereitschaft sei zwar weiter groß. "Gesucht werden aber vor allem Fachkräfte, und an ihnen mangelt es erheblich. Zudem gefährden die geplanten Mindestlöhne die Beschäftigungschancen derjenigen, die bis jetzt von der Arbeitsmarktbelebung nicht profitiert haben - und das sind vor allem die geringqualifizierten Arbeitslosen."

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