Trotz steigendem Ölpreis
BDI hält an bisheriger Wachstumsprognose fest

Trotz der massiv steigenden Ölpreise rechnet die deutsche Wirtschaft mit einem stetigen Konjunkturwachstum. Die Industrie bleibt bei ihrer Wachstumsprognose für Deutschland von rund zwei Prozent in diesem Jahr. Gleichzeitig warnt der BDI vor Problemen in zehn Bereichen.

HB BERLIN. Man sei nach wie vor der Meinung, dass ein Wachstum von zwei Prozent für dieses Jahr realistisch sei, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann. Es sei auch möglich, dass Deutschland einen Wachstumstrend von durchschnittlich zwei Prozent über die kommenden Jahre auch in konjunkturell schwächeren Phasen erreichen könne.

Dies bedeute, dass in weltweit konjunkturell guten Jahren Wachstumsraten erzielt würden, die deutlich höher als zwei Prozent lägen und "wir in Deutschland auch mal die drei Prozent überschreiten können". Der BDI veranstaltete am Montag seinen Tag der Industrie mit 1500 Teilnehmern. Er stand unter dem Motto "Solidarität braucht Leistung".

Dabei legte der BDI in einem Manifest seine zentralen Forderungen an die Politik vor. BDI-Präsident Thumann forderte eine "Strategie nach vorn", um Bildung, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Kreativität zu stärken. Eine Steigerung der Wachstumskräfte sei die Voraussetzung für soziale Sicherung, für Solidarität in der Gesellschaft. In den vergangenen Jahren aber sei die Wirtschaft hierbei überfordert worden.

Probleme in zehn Bereichen

Das BDI-Manifest listet Probleme in zehn Bereichen auf. Nötig sei vor allem ein dauerhaft höherer Wachstumspfad, erklärte die Industrie. Thumann warnte vor einer Überforderung der Industrie durch den Klimaschutz und forderte, den Kernenergie-Ausstieg rückgängig zu machen. In der Steuerpolitik müsse der Mittelstand von den Folgen der "kalten Progression" entlastet werden.

Zudem wandte er sich gegen eine Ausdehnung der Reichensteuer. Thumann verurteilte, dass einzelne Manager in den letzter Zeit mit "Fehlleistungen" von sich Reden gemacht hätten, warnte aber vor einer Pauschalverurteilung der Wirtschaftsführer.

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