Trotz Umsatzzuwachses
Industrie baut weiter Arbeitsplätze ab

Der Jobabbau in der deutschen Industrie hält an. Gleichzeitig wurde mehr gearbeitet und die Umsätze der Unternehmen zogen an.

HB WIESBADEN. Trotz eines deutlichen Umsatzzuwachses von 15,4 Prozent beschäftigen Industrie und Bergbau in Deutschland knapp 54 000 Mitarbeiter weniger. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag berichtete, waren Ende Mai 2006 in den Betrieben noch knapp 5,9 Millionen Menschen beschäftigt. Das entspricht einem Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im gleichen Zeitraum stieg der Gesamtumsatz um 15,4 Prozent auf 135,5 Milliarden Euro.

Auch wenn die Zahl der Beschäftigten sank - gearbeitet wurde laut Bundesamt mehr. So seien im Mai 2006 insgesamt 783,8 Millionen Arbeitsstunden geleistet worden, ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Allerdings sei dabei zu berücksichtigen, dass es im Mai dieses Jahres 21 Arbeitstage gab und damit 2 mehr als im Vergleichszeitraum. Gestiegen sei zudem die Lohn- und Gehaltssumme: Sie legte um 3,1 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro zu.

Das ohnehin starke Umsatzplus sei in einzelnen Branchen sogar noch deutlich übertroffen worden: Einen Zuwachs von 29,9 Prozent verzeichnete zum Beispiel die Metallerzeugung und -bearbeitung, 22,9 Prozent konnte die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verbuchen und auch der Maschinenbau legte 18,7 Prozent zu. Unter dem Durchschnitt lagen dagegen die Bereiche Chemische Erzeugnisse mit 11,5 Prozent, das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe mit 10,7 Prozent und das Textil- und Bekleidungsgewerbe mit einem Zuwachs von 8,0 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%