Über zwei Prozent Wachstum 2008 möglich
DIW verbreitet Konjunkturoptimismus

Noch mehr Unterstützung für die Konjunkturoptimisten. Nach dem gestern verkündeten Wachstumssprung im ersten Quartal bleibt die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auch im weiteren Jahresverlauf in Schwung. Zwar soll das zweite Quartal deutlich schwächer ausfallen. Trotzdem könnte 2008 die Zweifler eines Besseren belehren, heißt es.

HB BERLIN. Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland setzt sich im zweiten Quartal nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) fort. In ihrem aktuellen „Konjunkturbarometer“ sagten die Berliner Wirtschaftsforscher ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,5 Prozent im zweiten Quartal voraus.

Im ersten Quartal hatte es mit 1,5 Prozent das stärkste Wachstum seit fast zwölf Jahren gegeben. Wegen des starken Euro und der schwächeren Weltkonjunktur werde das Tempo künftig moderater ausfallen. „Gleichwohl befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin im Aufschwung“, schrieben die Forscher.

Über zwei Prozent Wachstum 2008 „nicht unrealistisch“

Die überraschend hohe Dynamik des ersten Quartals werde sich im weiteren Jahresverlauf zwar nicht mehr fortsetzen. Trotz niedrigerer Zuwächse dürften 2008 aber sogar Wachstumsraten von mehr als zwei Prozent „nicht unrealistisch sein“.

Industrie, Handel und unternehmensnahe Dienstleister profitieren dem DIW zufolge auch im Frühjahr von einer guten Binnenkonjunktur. „Die starke Investitionsnachfrage der Unternehmen kommt insbesondere der Industrie zugute“, hieß es. Auch der private Konsum komme allmählich in Fahrt, obwohl die Kaufkraft der Deutschen unter steigenden Lebensmittel- und Benzinpreisen leide. Dagegen dürften von der Bauwirtschaft nun Bremseffekte ausgehen. Wegen des milden Winters konnten viele Projekte vorzeitig fertiggestellt werden. Das hatte die Konjunktur zu Jahresbeginn kräftig angekurbelt.

Die meisten Experten gehen wegen des starken ersten Quartals inzwischen davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um mehr als zwei Prozent zulegt. Die führenden Wirtschaftsinstitute waren in ihrem im April veröffentlichten Frühjahrsgutachten noch von 1,7 Prozent ausgegangen. Das DIW gehörte mit seiner Prognose von 2,0 Prozent zum Lager der Konjunkturoptimisten.

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