Überraschende Daten
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe klettern heftig

Nach einzelnen Zeichen einer konjunkturellen Besserung müssen die USA nun wieder schlechte Daten verdauen: Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche überraschend deutlich geklettert.

HB WASHINGTON. Die Zahl sei auf 637 000 gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen lediglich mit einem Zuwachs von den ursprünglich gemeldeten 601 000 auf 610 000 Erstanträge gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde auf 605 000 leicht nach oben revidiert.

Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt kletterte die Zahl der Erstanträge auf 630 500. Der Wert der Vorwoche lag bei revidiert 624 500 von 623 500.

Die Erzeugerpreise in den USA sind im April überraschend deutlich gestiegen. Die Preise seien um 0,3 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im März waren die Preise auf Erzeugerebene noch um 1,2 Prozent gefallen. Auf Jahressicht sanken die Erzeugerpreise im April um 3,7 Prozent.

Ohne Berücksichtigung von Lebensmitteln und Energie (Kernindex) stiegen die Preise um 0,1. Volkswirte hatten dies erwartet. Im März war der Kernindex noch unverändert geblieben. Zum Vorjahr stieg die Kernrate im April um 3,4 Prozent.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

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