Überschüssige Liquidität
EZB sammelt 60 Milliarden Euro ein

Erstmals seit den Finanzmarktturbulenzen hat die Europäische Zentralbank (EZB) Liquidität auf dem Geldmarkt eingezogen. Die Banken gaben der EZB 60 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 4,0 Prozent.

HB FRANKFURT. Die Laufzeit des Geschäfts beträgt einen Tag. Hintergrund ist, dass der Zinssatz am Geldmarkt zuletzt unter die Zielmarke von 4,0 Prozent gefallen war.

Im üblichen wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäft gab die EZB gleichzeitig 269 Milliarden Euro an die Märkte. Die Laufzeit beträgt hier eine Woche, der Durchschnittszins lag bei 4,17 Prozent. In der Vorwoche waren 256 Milliarden Euro zu durchschnittlich 4,19 Prozent Zinsen vergeben worden. Mit den Maßnahmen kann die EZB die Zinsen an den Geldmärkten beeinflussen. Den Leitzins hatte die EZB in der vergangenen Woche bei 4,0 Prozent belassen.

Die EZB hatte in den vergangenen Wochen den Banken massiv zusätzliche flüssige Mittel bereitgestellt, da die Banken untereinander sich wegen der Unsicherheiten durch die US-Hypothekenkrise kaum untereinander Geld geliehen haben.

Am Dienstag lief die monatliche Mindestreserveperiode im Euro- System aus. An diesem Stichtag müssen die Banken das von der EZB gesetzte Mindestreservesoll - also Einlagen bei den Notenbanken - erfüllen. Gegen Ende dieser Periode kommt es häufig zu größeren Bewegungen bei den Geldmarktzinsen. Ein Tender ist ein auktionsähnliches Verfahren, mit dem Liquidität bereitgestellt oder entzogen werden kann.

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