Umfang der Großaufträge liegt unter dem Durchschnitt
Deutsche Industrie verzeichnet Auftragsrückgang

Die deutsche Industrie hat im März einen unerwarteten Auftragsrückgang verbucht. Nur die Hersteller von Investitionsgüter konnten offenbar von der weltweit gestiegenen Nachfrage profitieren.

HB BERLIN. Der Auftragseingang habe zum Februar saisonbereinigt um 0,7 Prozent abgenommen, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) am Donnerstag in Berlin auf Basis vorläufiger Daten mit. Dabei habe allerdings der Umfang an Großaufträgen unter dem Durchschnitt gelegen, weshalb noch mit einer Aufwärtskorrektur zu rechnen sei. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 0,5 Prozent ab, die Auslandsorders gingen insgesamt um 0,9 Prozent zurück.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Orderplus von 0,7 Prozent gerechnet und sprachen von enttäuschenden Daten, vor allem weil die Auslandsorders zurückgingen. „Da macht sich die Aufwertung des Euro in den vergangenen zwei Jahren bemerkbar“, sagte Jürgen Michels von der Citigroup in London. Der Deutsche Aktienindex (DAX) weitete seine Verluste nach der Veröffentlichung leicht aus. Ein Händler sagte, der Markt sei sowieso in einer schlechten Verfassung. Daher habe man auf ein besseres Ergebnis gehofft: „Jetzt ist die Enttäuschung natürlich groß“.

Das Auftragsvolumen im März lag nach Berechnungen auf Basis von Bundesbank-Daten 5,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im gesamten ersten Quartal 2004 verbuchten die Firmen damit lediglich ein um 0,1 Prozent höheres Auftragsvolumen als im letzten Quartal des Vorjahres. Der Auftragseingang ist ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, kann aber stark schwanken. Im etwas stabileren Zwei-Monats-Vergleich Februar/März zu Dezember/Januar nahm das Auftragsvolumen nach Angaben des BMWA um 0,4 Prozent ab.

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