Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung
Kein Konsumfrühling in Sicht

Die deutschen Verbraucher machen sich wieder mehr Sorgen über ihr künftiges Einkommen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Deswegen bleibt der GfK-Konsumklimaindex auf schwachem Niveau.

HB NÜRNBERG. Nach einem leichten Aufschwung im Februar habe sich die Verbraucherstimmung im März wieder deutlich abgekühlt. Vom Konsum gingen derzeit keine wesentlichen Impulse für die Konjunktur aus, berichtete die GfK am Montag in Nürnberg.

Nach Worten von GfK-Chef Klaus Wübbenhorst drückt die Debatte um die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Osteuropa zusätzlich auf die Stimmung der Verbraucher. „Es besteht eine starke Verunsicherung“, sagte Wübbenhorst der dpa. Viele Beschäftigte hätten Angst vor weiterem Stellenabbau. „Das unterstützt den Konsum nicht gerade.“

Von den drei Konsumklima-Indikatoren blieb im März lediglich die Anschaffungsneigung auf etwa gleichem, allerdings niedrigem Niveau. Dagegen ging es mit den Erwartungen an die Konjunkturentwicklung und an die persönlichen Einkommensaussichten bergab. Der Gesamtindex stagnierte bei 5,1 Punkten.

Als Ursache sieht die GfK insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit und die anhaltenden Diskussionen um soziale und arbeitsmarktpolitische Reformen. Die Bürger könnten keine klare Richtung erkennen. Besonders verunsichert seien Rentner. Für das Gesamtjahr erwartet GfK-Chef Wübbenhorst zwar, dass der Konsum die Wirtschaft leicht stützen werde. Das Wachstum aus dem Konsum werde aber wohl nur ein halbes Prozent betragen.

Die Befragung von rund 2 000 Bundesbürgern für die März-Studie war zum Zeitpunkt der Terroranschläge von Madrid schon weitgehend abgeschlossen. Die verstärkte Terrorangst wirke sich zwar nicht unmittelbar auf den Konsum aus, sagte Wübbenhorst. Im Unterbewusstsein könne sie bei Konsumentscheidungen aber eine Rolle spielen. So sei es denkbar, dass geplante Reisen verschoben würden.

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