Umfrage
Miese Stimmung unter deutschen Dienstleistern

Die deutschen Dienstleister blicken einer Umfrage zufolge skeptisch in die Zukunft. Grund für die Verunsicherung sind unter anderem der starke Euro und die Krise auf den Finanzmärkten.

HB BERLIN. Die Firmen beurteilten ihre Aussichten bei Umsatz und Aufträgen deutlich zurückhaltender als noch im Frühjahr, hieß es am Montag in einer halbjährlichen Umfrage der britischen Marktforschungsgruppe NTC unter rund 500 Unternehmen. Der Saldo Geschäftsaussichten fiel im Oktober auf 28,6 von 45,2 Punkten im April und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Umfragebeginn im Frühjahr 2006. Damit sei Deutschland Schlusslicht unter den wichtigsten EU-Staaten.

„Zahlreiche Firmen rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einer Abschwächung sowohl der Binnen- als auch der Exportnachfrage“, hieß es. „Ein Grund dafür dürfte der starke Euro sein.“ Die Gemeinschaftswährung hatte zuletzt erstmals die Marke von 1,47 Dollar überschritten und notierte am Montagnachmittag bei rund 1,455 Dollar. Wegen der eingetrübten Aussichten wollen in den nächsten zwölf Monaten nur noch rund ein Drittel der Firmen neue Stellen schaffen. Im Frühjahr waren es noch 42 Prozent. Zudem schwächte sich die Investitionsbereitschaft deutlich ab. Einerseits seien die Firmen wegen der Finanzmarktturbulenzen verunsichert über die weitere Konjunkturentwicklung. Andererseits befürchteten sie eine schwindende Rentabilität, wie es in der Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hieß.

Die Umfrage bekräftigte weitgehend die Ergebnisse des monatlichen Einkaufsmanagerindizes für die Service-Branche, den NTC ebenfalls berechnet. In der Oktober-Umfrage kippten die Geschäftsaussichten der Firmen erstmals seit Mai 2003 ins Negative.

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