Umfrage
Schwache Nachfrage bremst Dienstleister aus

Die Erholung der deutschen Dienstleister ist ins Stocken geraten. Die Geschäfte liefen im Juni erneut schlechter als im Vormonat. Dennoch blickt die Branche optimistisch in die Zukunft.

HB BERLIN. Nach der Markit-Umfrage unter rund 500 Firmen gingen die Bestellungen weiter zurück und die Auftragspolster schmolzen wie in den vergangenen eineinhalb Jahren. Der Beschäftigungsabbau hingegen, der noch im Mai so kräftig war wie seit fünf Jahren nicht, schwächte sich merklich ab.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex, der die Entwicklung des Service-Sektor widerspiegelt, verharrte wie im Vormonat auf 45,2 (Erstschätzung: 44,3) Punkten. Damit blieb das Barometer zwar auf einem Sieben-Monatshoch, lag aber den neunten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50-Punkten. Besonders schlecht lief es bei Hotels und Gaststätten sowie Transporteuren und Unternehmen der Lagerhaltung.

Bei der Beschäftigung gab es trotz der anhaltenden Krise Hoffnungsschimmer. Der Markit-Index erreichte fast die 50-Punkte-Grenze und kletterte binnen Monatsfrist so stark wie seit rund drei Jahren nicht mehr. "Allerdings blieb die Einstellungsbereitschaft der Firmen jedoch nach wie vor gedämpft, so dass frei werdende Stellen nicht sofort wieder neu besetzt wurden", erklärte Markit.

Der scharfe Wettbewerb und entsprechende Forderungen der Kunden zwangen die Dienstleister zum achten Mal hintereinander zu Preisnachlässen. Die Branche blickte dennoch vergleichsweise optimistisch nach vorne. Fast 30 Prozent der Firmen gehen von besseren Perspektiven in den nächsten zwölf Monaten aus, 20 Prozent von schlechteren Aussichten. Besonders zuversichtlich sind Post - und Telekommunikationsdienstleister, pessimistisch äußerten sich Hoteliers und Gastronomen.

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