Umsätze steigen
Einzelhandel kommt in Schwung

Die Deutschen sind in Kauflaune. Der deutsche Einzelhandel hat im April seine bislang dynamischste Umsatzentwicklung in diesem Jahr verzeichnet. Während bei Lebensmitteln und Getränke scheinbar gespart wurde, waren Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren besonders gefragt. Von der Kauflust profitierte nicht nur der Einzelhandel.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag auf Grundlage erster vorläufiger Ergebnisse berichtet, stiegen die Einzelhandelsumsätze in realer Rechnung saison- und kalenderbereinigt um 2,6 Prozent gegenüber März. Bankvolkswirte hatten mit einem Umsatzzuwachs um 1,0% gerechnet. Für den März revidierte Destatis die das bisherige monatliche Umsatzminus von 0,4 Prozent auf minus 0,3 Prozent. Nominal stiegen die Umsätze im April um 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Auf Jahressicht lagen die Einzelhandelsumsätze im April allerdings real um 0,6 Prozent niedriger, während sie nominal ein Plus von 0,4 Prozent aufwiesen. Destatis verwies darauf, dass sowohl der April 2007 als auch der April 2006 jeweils 23 Verkaufstage aufwies, allerdings sei das Ostergeschäft in diesem Jahr zum Teil in den März gefallen, im Vorjahr habe es dagegen im April gelegen. Der Zweimonatsvergleich für die Monate März und April 2007 mit den beiden Vorjahresmonaten ergab den weiteren Angaben zufolge eine nominale Umsatzsteigerung von 0,8 Prozent bei real gleich hohe Umsätzen. Die vorläufigen Ergebnisse basieren aus Daten von sieben Bundesländern, in denen rund 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte den weiteren Angaben zufolge nominal 0,5% und real 2,9 Prozent weniger um als im April 2006. Sowohl bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten (nominal minus 0,5 Prozent, real minus 2,8 Prozent) als auch im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (nominal minus 0,9 Prozent, real minus 3,5 Prozent) lagen die Umsätze nominal und real unter denen des Vorjahresmonats.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln dagegen lagen die Umsätze im April 2007 nominal und real höher als im Vorjahresmonat (nominal plus 1,1 Prozent, real plus 0,9 Prozent). Vier der sechs Branchen in diesem Bereich konnten ihren Umsatz nominal und real gegenüber dem April 2006 steigern: der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nominal plus 7,1 Prozent, real plus 6,0 Prozent), der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal plus 3,7 Prozent, real plus 2,4 Prozent), der Versandhandel (nominal plus 2,2 Prozent, real plus 1,7 Prozent) und der Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal plus 0,2 Prozent, real plus 0,4).

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