Unbegrenztes Potenzial ostdeutscher Industrie
Wirtschaftsexperte lobt Konjunkturentwicklung im Osten

Das Wachstumstempo in Ostdeutschland liegt mittelfristig höher als in den alten Bundesländern. Der ehemalige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH), Rüdiger Pohl, hat angemahnt darauf zu achten, dass diese Dynamik anhält.

HB BERLIN/HALLE. Pohl hat die Konjunkturentwicklung in Ostdeutschland als erfreulich und fundamental bezeichnet. Nach seiner Einschätzung könnten die neuen Länder in den kommenden zehn bis 15 Jahren bis zu 75 % der gesamtwirtschaftlichen Leistung Westdeutschlands erreichen, sagte der Wirtschaftsexperte am Dienstag im Deutschland Radio Berlin. Nun müsse Acht gegeben werden, dass diese Dynamik anhalte. Nach einer am Montag veröffentlichten Studie der bundeseigenen Förderbank KfW ist das Wachstumstempo in Ostdeutschland höher als in den alten Ländern.

Die Potenziale in der ostdeutschen Industrie bezeichnete Pohl als unbegrenzt. Besonders in der Optik und Feinmechanik gebe es spektakuläre Wachstumsraten. Dies bedeute, dass sich Ostdeutschland auch im internationalen Wettbewerb durchsetzen könne. Allerdings warnte er vor zu viel Pessimismus und öffentlichem Unmut. Das könne dazu führen, „dass viele Ostdeutsche selbst nicht mehr an ihre Zukunft glauben“. Es dürfe nicht der Fehler begangen werden, „den dynamischen Kern der ostdeutschen Wirtschaft zu übersehen und in einen Zustand der absoluten Mutlosigkeit zu verfallen“.

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