Uneinheitliches Bild
Kleine Hoffnung für den Handel

Nach am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden lag der Umsatz im Juli um 0,5 Prozent unter dem Wert vom Juli 2003. In den ersten sieben Monaten des Jahres setzten die Einzelhändler preisbereinigt 1,4 Prozent weniger um als im gleichen Vorjahreszeitraum. Besonders schlecht liefen die Geschäfte im Versandhandel, der ein preisbereinigtes Minus von 7,1 Prozent hinnehmen musste.

HB BERLIN. Dennoch hat ein unerwartetes Umsatzplus im Vergleich zum Vormonat die Hoffnung auf eine Stabilisierung der schwächelnden Branche gestärkt. Wegen der nach wie vor schlechten Stimmung der Verbraucher sehen Ökonomen allerdings noch keine schnelle Wende zum Besseren.

Die Einzelhändler setzten im Juli nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch preisbereinigt (real) 0,9 % mehr um als im Juni. Zum Vorjahr sanken die Erlöse indes um 0,9 %. „Es ist auf alle Fälle eine Stabilisierung, aber auf niedrigem Niveau“, sagte Manfred Kurz von der Bayerischen Landesbank. „Es genügt nicht, um von einer dauerhaften Wende sprechen zu können.“

Auch die Branche selbst äußerte sich skeptisch und bezeichnete die Lage weiter als sehr kritisch. „Die aktuellen Zahlen begründen noch keine Hoffnung“, erklärte der Handelsverband BAG. Von Reuters befragte Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang der realen Umsätze von 0,4 % im Vergleich zum Juni und einem Minus von 2,1 % zum Vorjahresmonat gerechnet.

Der deutsche Einzelhandel leidet nun schon seit gut drei Jahren unter der fehlenden Konsumlaune der Deutschen. Die Branchenverbände hatten ursprünglich für dieses Jahr zumindest ein kleines Umsatzplus eingeplant. „Letztlich steht und fällt die weitere Entwicklung im Einzelhandel mit tatsächlichen Fortschritten in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit“, erklärte der BAG. Bislang blieben die Umsätze aber erneut unter dem Vorjahresstand: In den ersten sieben Monaten verkaufte der Einzelhandel 1,4 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Daten der Bundesbank, die auch den Handel mit Autos und den Umsatz an Tankstellen miteinschließen, setzte der Einzelhandel im Juli sogar 1,5 % mehr um als im Vormonat.

Seite 1:

Kleine Hoffnung für den Handel

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%