Union will Weltekes gehalt kürzen
Streit um Verkauf der Goldreserven geht in nächste Runde

Ernst Welteke, der sein Amt als Bundesbankpräsident ruhen lässt, ist auch über Ostern nicht zur Ruhe gekommen. Aus Bayern kam der Vorschlag, ihm das Gehalt für die zeit zu kürzen, in der er sein Amt nicht ausüben wird. Zudem haben die Querelen um eine Ablösung von Bundesbank-Präsident Ernst Welteke den Streit um den Verkauf der Goldreserven neu entfacht.

HB BERLIN/FRANKFURT. „Ich warne Rot-Grün eindringlich vor dem Versuch, bei kommenden Wahlen ihre katastrophale Bilanz mit von Gold finanzierten Wohltaten zu verdecken“, sagte Bayerns Staatskanzleichef Erwin Huber der „Welt am Sonntag“. Mit den Vorgängen um Welteke will sich am kommenden Mittwoch auch die Europäische Zentralbank (EZB) befassen.

Hintergrund des neuen Streits um das Gold sind Spekulationen aus Vorstandskreisen der Bundesbank, dass die Regierung aus dem Verkauf einen zweistelligen Milliardenbetrag für eine Innovationsoffensive vor den Wahlen 2006 erlösen wolle. Welteke habe hingegen nur einen Fonds einrichten und der Regierung dessen Zinsen und Erträge zur Verfügung stellen wollen, schreibt das Nachrichtenmagazin „Focus“. Daher habe die Bundesregierung die Ablösung Weltekes betrieben.

Es wäre „der Skandal im Skandal“, wenn das ungewöhnliche Engagement von Finanzminister Hans Eichel (SPD) für die Welteke- Ablösung mit seinem Interesse an den Goldreserven der Bundesbank zusammenhinge, sagte Huber. Der Parlamentarische CDU/CSU-Fraktions- Geschäftsführer Volker Kauder verlangte in der „Welt am Sonntag“ Aufklärung. Dazu werde die Union die Bundesregierung in den nächsten Tagen befragen. „Ich kann die Bundesregierung nur warnen: Hände weg vom Gold der Bundesbank.“

Seite 1:

Streit um Verkauf der Goldreserven geht in nächste Runde

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%