Unsicherer Ausblick
Japans Notenbank warnt vor Konjunkturrisiken

Der Übergangskandidat an der Spitze der japanischen Notenbank (BOJ) hat vor zunehmenden Abwärtsrisiken und einem unsicheren Wirtschaftsausblick gewarnt.Vor allem die nervösen Finanzmärkte und die hohen Rohstoffpreise machen ihm Sorgen.

HB TOKIO. Masaaki Shirakawa bekräftigte zwar am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in Tokio, dass die Leitzinsen von 0,5 Prozent erhöht werden müssten, wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihren Wachstumskurs fortsetze. Aber der erste kommissarische Notenbankchef Japans seit über 80 Jahren betonte, man müsse auch auf verschiedene Risiken schauen, die den kurzfristigen Ausblick bedrohten. Dazu zählte er die nervösen Finanzmärkte, eine globale Abkühlung der Wirtschaft und steigende Rohstoffkosten.

„Der Ausblick für die Wirtschaft ist immer unsicher, und die Unsicherheit ist jetzt besonders hoch“, sagte Shirakawa. Er plädierte wegen der Risiken für ein flexibles Vorgehen und gegen vorgefasste Meinungen. Weder der BOJ-Chef noch sein neuer Stellvertreter Kiyohiko Nishimura erwähnten die Möglichkeit einer Zinssenkung. Deshalb gehen Ökonomen vom Mizuho Forschungsinstitut davon aus, dass die Leitzinsen über längere Zeit unverändert bleiben.

Die Führungskrise der Notenbank setzt zunehmend Ministerpräsident Yasuo Fukuda unter Druck. Die Opposition hat die Regierungskandidaten für den Spitzenposten der BOJ bisher abgelehnt.

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