"Unsicherer“ Inflationsausblick
Bernanke sieht „ermutigende“ Signale

Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, kann derzeit nur einen "sehr unsicheren" Inflationsausblick für die USA geben. Aber er sieht auch "ermutigende" Signale. Seine Rede war mit Spannung erwartet worden.

HB JACKSON HOLE. Trotz erneut gestiegener Inflationsraten plant Bernanke offenbar keine Anhebung der Leitzinsen. Für die Fed stünden weiterhin die Risiken für die Konjunktur und die Finanzmärkte im Mittelpunkt ihrer Arbeit, sagte der Notenbankchef. Diese hätten die Fed bewogen, ihren Leitzins „relativ niedrig“ zu halten.

Die US-Notenbank werde alles Notwendige tun, um die Preisstabilität zu gewährleisten, sagte Bernanke am Freitag laut Redetext bei der Eröffnung der jährlichen einer Konferenz der Kansas City Fed in Jackson Hole. Gleichzeitig seien der jüngste Rückgang bei den Rohstoffpreisen und die Stabilisierung des Dollar "ermutigend". Sollten die Rohstoffpreise nicht wieder anziehen, werde dies helfen, die Inflation im weiteren Jahresverlauf und 2009 moderat zu halten. Der Verbraucherpreisindex war m Juli mit einer Jahresrate von 5,6 Prozent gestiegen, der höchsten seit 17 Jahren.

Die Finanzmarktkrise sei allerdings noch nicht beigelegt, sagte Bernanke weiter. Die aktuelle wirtschaftliche Lage sei so herausfordernd wie seit langer Zeit nicht mehr. An den Aktienmärkten zogen die Kurse nach Bernankes Aussagen an.

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