Unterstützung aus Paris
Draghis Chancen auf Top-Job bei der EZB steigen

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Kanzlerin Angela Merkel scheint dagegen weiterhin skeptisch gegenüber Draghi zu sein. "Ein Südeuropäer wäre kein gutes Signal", hieß es noch vor wenigen Tagen im Umfeld des Kanzleramtes. Mit Blick auf die wachsenden Sorgen der Deutschen um die Stabilität des Euros sei ein Italiener "innenpolitisch schwer erklärbar".

In fachlicher Hinsicht gilt Draghi als relativ unumstritten. Der ehemalige Harvard-Professor hat Erfahrungen in der Regierung, bei der Finanzaufsicht, der Weltbank und in der Privatwirtschaft gesammelt und kennt damit alle Seiten der geldpolitischen Medaille. Während seiner Zeit im italienischen Finanzministerium arbeitete er an den Maastricht-Regeln mit und gilt als Triebfeder für den Weg Italiens in die Euro-Zone. Zuletzt machte er als Chef des Finanzstabilitätsrats (FSB) auf sich aufmerksam, einem Gremium, das unter seiner Führung erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Er ist einer der Architekten der künftigen Weltfinanzordnung.

Derzeit arbeitet er daran, wie verhindert werden soll, dass weitere Finanzkonzerne mit Steuerzahler-Milliarden gerettet werden müssen - wie es in der Finanzkrise mit Bear Stearns, AIG, Lloyds TSB und einigen anderen der Fall war.

Zugute kommt Draghi bei dieser Aufgabe sein strukturiertes Vorgehen. Ein europäischer Zentralbanker bezeichnete ihn deswegen als ausgesprochen „unitalienisch“: „Er hat die Fähigkeit, Probleme analytisch anzugehen, die Probleme selbst anzusehen und nicht die Leute um die Probleme, eine Fähigkeit, die viele Politiker nicht haben.“ Als einziges Manko gilt seine Tätigkeit bei Goldman Sachs: Dem US-Geldhaus wird vorgeworfen, dem EU-Defizitsünder Griechenland beim Schönen seiner Haushaltszahlen geholfen zu haben. Draghi hat mehrfach betont, mit den Vorgängen um Griechenland nicht betraut gewesen zu sein.

Der zweifache Familienvater hat das Geldhaus 2005 verlassen, um den Spitzenposten der italienischen Notenbank zu übernehmen. Mit der Unterstützung Frankreichs ist nun eine weitere Hürde aus dem Weg an die Spitze der EZB geräumt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn sich Berlusconi und Sarkozy einig sind, wer braucht dann schon noch die deutschen Deppen ........

  • Wann - so frage ich mich - wird diese Regierung ihrer Bedeutung innerhalb der EU endlich Gewicht verleihen. Es ist keine wichtige Position mit einem Deutschen besetzt. Es wurde ein Vertrag geschlossen, der es der Mehrheit ermöglicht, Deutschland zu überstimmen. Und unsere Politiker wollen uns immer noch weismachen, die EU soll nicht zu einer Transferunion werden - sie ist es längst. Es ist ein Jammer, das Politiker für den Unsinn, den sie anrichten nicht belangt werden können.

  • Da die Verschuldung immer höher wird in Europa, brauchen wir dafür einen Spezialisten, da kommt einer aus dem bankrotten Italien gerade recht. Das wird unseren 4 etablierten Schuldenmacherparteien gefallen.

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