US-Aktienmärkte reagieren kaum
US-Wirtschaft wächst überraschend stark

Ein kräftiger Anstieg der Konsum- und Militärausgaben hat sich im zweiten Quartal als Motor für ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum in den USA erwiesen. Das Plus fiel größer aus als von Experten erwartet.

HB WASHINGTON. Das Handelsministerium revidierte am Freitag seine Wachstumsschätzung auf 3,3 % von bislang errechneten 3,1 % nach oben und untermauerte damit Hoffnungen auf eine spürbare Konjunkturbelebung in den kommenden Monaten. Volkswirten zufolge zeigen die Daten den Aufwärtstrend in der weltgrößten Volkswirtschaft, die einmal mehr zur Konjunkturlokomotive für die Weltwirtschaft werden könnte. Die US-Aktienmärkte reagierten zunächst kaum auf die Wachstumszahlen, während der Dollar zulegte.

Nach aktuellen Berechnungen wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Vierteljahr mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 3,3 % im Vergleich zum Vorquartal. Analysten hatten im Schnitt mit einem unrevidierten geringeren Plus von 3,1 % gerechnet. Im ersten Quartal 2003 war die Wirtschaftsleistung nur um 1,4 % gestiegen. Der BIP-Zuwachs im zweiten Quartal war der stärkste seit dem dritten Quartal vergangenen Jahres. „Das ist wieder sehr positiv, und es deutet darauf hin, dass die Wirtschaft sich in einer guten Vorwärtsbewegung befindet“, sagte Volkswirt John Silvia von Wachovia Securities. Viele Experten erwarten, dass sich das Wachstum im dritten und vierten Quartal auf bis zu fünf Prozent beschleunigt.

Gestützt wurde der BIP-Zuwachs von den Verbraucherausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Sie legten im zweiten Quartal um 3,8 % zu, fast doppelt so stark wie im ersten Quartal, als das Plus sich auf zwei Prozent belief. Hauptimpulsgeber für die Wachstumsbeschleunigung war allerdings der kräftige Anstieg der Militärausgaben im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg. Hier ergab sich ein Plus von 45,8 %. Dies war der stärkste Zuwachs seit dem Korea-Krieg Anfang der 50er Jahre.

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