US-Arbeitsmarkt

US-Jobmarkt überrascht positiv

Nur kurz haben gute US-Konjunkturdaten den freien Fall der Börsen gebremst. In den USA wurden im Juli mehr Stellen geschaffen als erwartet. Die Sorge vor der Ausweitung der EU-Schuldenkrise gewann dennoch die Oberhand.
Update: 05.08.2011 - 14:51 Uhr 16 Kommentare

US-Arbeitsmarktdaten: Kurzfristige Erleichterung

WashingtonUnerwartet positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Angst vor einer erneuten Rezession in den USA kurzfristig gelindert. Der Jobaufbau in den USA beschleunigte sich im Juli stärker als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft wurden insgesamt 117.000 neue Jobs geschaffen, teilte das Arbeitsministerium am Freitag mit.

Hinzu kamen Aufwärtskorrekturen bei den Arbeitslosenzahlen in den beiden Vormonaten: Die Statistiker revidierten den Jobzuwachs im Juni von 18 000 auf 46 000 nach oben und im Mai von 25 000 auf 53 000. Insgesamt waren im Juli 13,9 Millionen Amerikaner ohne Stelle. Die Arbeitslosenquote sank leicht von 9,2 auf 9,1 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs zwischen 75 000 und 85 000 neuen Stellen gerechnet.

Zulegen konnten Gesundheitssektor, Einzelhandel, industrielle Fertigung und der Bergbau. Insgesamt schuf die Privatwirtschaft 154 000 neue Jobs, der Staat baute indes 37 000 Stellen ab.

Der Chef des weltgrößten Anleiheinvestors Pimco, Mohamed El-Erian, bewertete die Zahlen im US-Wirtschaftssender CNBC als „relativ gut“. Es sei gut, dass die positiven Arbeitsmarktzahlen den Reigen der schlechten Nachrichten für die größte Volkswirtschaft unterbrochen hätten. Nun sei es aber wichtig, den Trend umzukehren, sagte der Experte.

„Der Arbeitsmarkt bleibt trotz einiger Zuwächse angeschlagen“, sagte Chis Rupkey, Chef-Finanzökonom der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ in New York vor Veröffentlichung der Daten. „Die Firmenwelt bleibt vorsichtig, und es wird einige Jahre dauern, bevor die Arbeitslosenquote wieder das Niveau von vor der Rezession erreicht“, sagte er der Fachagentur Bloomberg. „Überall ist die Angst groß und die Risiken für eine Verlangsamung der Wirtschaft sind allgegenwärtig.“

Konjunkturhilfen der US-Notenbank nun unwahrscheinlich
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16 Kommentare zu "US-Arbeitsmarkt: Auch gute Zahlen helfen nicht"

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  • Welche gute Zahlen denn? In einem Monat werden die Daten nach unten korrigiert weil es üblich ist in den medien völlig falsche Informationen zu streuen um weiteren Absturz der Börsen zu verhindern. Das hat 10-jährige Geschichte.

    Außerdem handelt es sich um Landwirtschaftsjobs - hat denn schon einer von Euch gemerkt, daß wir kurz vor der Erntezeit stehen?

    Ich frage mich schon seit langem wie weit handelsblatt schon heruntergekommen ist bei der Qualität der Berichterstattung. Mittlerweile ist das BoldZeitungsniveau!

  • Da sind die "guten" Arbeitsmarktdaten nicht sehr langwirkendend gewesen!
    Wehe wenn sich nachfolgendes Gerücht laut godmode bestätigt.........
    #
    "Marktgerücht: Angeblich wird die Ratingagentur S&P die USA nach Börsenschluss herabstufen."

  • Läuft doch schon prima! Kurz nach Eröffnung stand der dowe Jones bei plus 1,4, eine Stunde später bei minus o,1.....

  • Die ganze Welt WILL und MUSS es bezahlen. Der Dollar ist die Weltleitwährung, d.h. beinahe alle wichtigen Ressourcen über den Dollar gehandelt werden.

    Wer also z.B. Öl haben will, muss Dollar haben. Damit man auch immer genug Dollar hat - um im internationalen Handel liquide zu bleiben - braucht eigentlich jedes Land Überschüsse gegenüber den Vereinigten Staaten. Als Minimalbedingung braucht aber zumindest die Welt-USA insgesamt gegenüber Amerika immer einen Handelsbilanzüberschuss.

    Das bedeutet, dass die USA ein strukturelles Handelsbilanzdefizit haben MÜSSEN. Wenn dann ein Land wie China noch seine Währung manipuliert und künstlich gegenüber dem Dollar nach unten drückt und Amerika noch Kriege führt - dann wird es eben insgesamt zu viel.

    So oder so die Häme Fehl am Platz. Wen jemand zu viele Schulden macht, hat der Gläubiger daran auch seinen Anteil.

  • eigentlich sollte sich ganz europa und der rest der welt die haare rauffen. bedenkt man wie schlagkräftig und gross vor allem die europäische wirtschaft ist, und vor allem durch ihre gewaltige inovativität glänzt, ist es sehr erstaunlich, wie die ganze welt nach armerika schielt und sehnlichst auf - deren arbeitsmarkt und konsumdaten wartet.
    erschreckend wie focusiert die welt auf eine wirtschaft blickt, welche die besten zeiten längst hinter sich gelassen hat.
    hinzu kommt die tatsache, dass amerika seit jahrzehnten massiv über seine verhältnisse lebt, und geld ausgibt, das ihnen nicht gehört.
    wenn dann wieder eine tranche schulden bezahlt werden muss, lässt man den dollar absacken, damit der rückkauf von schuld papieren ganz viel billiger wird.
    tatsache ist doch einzig, dass amerika sein grosskotzgetue aufgibt und mit dem zu leben versucht, was selber erarbeitet wird.
    mit dieser bestehenden finanzpolitik amerikas, könnte man benahe glauben, dass amerika die sklaverei per finanwirtschaft in die ganze welt exporiert hat, denn doe ganze welt bezahlt die verschwendungssucht und weltmachtgelüste von amerika.
    früher haben die sklaven auf den baumwollfeldern gearbeitet..............
    und jetzt auf der ganzen welt............. gibt zu denken

  • nen Monat dauert die Korrektur der Zahlen nicht. Eigentlich sollte sich das Handelsblatt schämen so eine Schlagzeile zu bringen. Nachdem jetzt schon die Daten bereits vom Wall Street Journal angezweifelt werden, sollte vielleicht das HB den Artikel emm.... überarbeiten.

  • abwarten, noch steht die Korrektur der Manipulation äh natürlich die Berichtigung aus, dann geht es wieder zurück ins Fegefeuer

  • Guten Tag,.... Diese Zahlen ( was immer sie bedeuten sollen ) haben nix, aber auch gar nichts mit der Front zu tun. In Amerika gibt es Leute die das Negerlein mit allen Mitteln weg haben sollen. Es geht dem Durchschnitts-yankee jetzt schlechter als nach 2 Bush Amtsperioden. Die Zahlen werden eh dauernd korrigiert. Keine Sau nimmt es in Acht. Besten Dank

  • ... und nächsten Monat werden dann die Zahlen wieder nach unten "berichtig"...

  • Es ist seriöser im Kaffeesatz zu lesen, als den Arbeitsmarktdaten der USA zu glauben !
    Da sind ja die manipulierten Daten hier in Deutschland noch ultraseriös dagegen !!!
    Aber wen interessiert das schon ???

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