Konjunktur
US-Direktinvestitionen im Ausland klettern 2004 auf Rekordhoch

dpa-afx PARIS. Amerikanische Unternehmen haben im vergangenen Jahr so viel außerhalb ihres eigenen Landes investiert wie noch nie. Der Umfang der Direktinvestitionen außerhalb der USA sei auf einen neuen Rekordwert von 252 Mrd. Dollar gestiegen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Oecd) am Donnerstag in Paris mit. Ein Jahr zuvor waren 141 Mrd. Dollar an Direktinvestitionen ins Ausland geflossen.

Der kräftige Zuwachs reflektiert der Oecd zufolge in einem gewissen Umfang die Dollarschwäche. Darüber hinaus spiegele sich darin aber auch das ungebrochen starke Interesse von US-Unternehmen am Kauf von Unternehmenswerten im Ausland. So waren bei den größten 25 grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen im Jahr 2004 fünf in den USA beheimatete Unternehmen die Käufer. Die Belebung der Fusions- und Übernahmeaktivität im vergangenen Jahr habe sich 2005 fortgesetzt. Die gesamten Direktinvestitionen in den Oecd-Ländern könnten im laufenden Jahr um zehn bis 15 Prozent steigen, schätzt die Oecd auf Basis der gegenwärtigen Trends.

Besonders schwach war die Entwicklung in den zwei größten Volkswirtschaften der Eurozone, Deutschland und Frankreich. In Frankreich halbierten sich die Zuflüsse mit 24 Mrd. Dollar im Vergleich zum Vorjahreswert von 43 Mrd. Dollar nahezu. In Deutschland zogen ausländische Investoren sogar Kapital in Höhe von 39 Mrd. Dollar ab, während 2003 noch ein Zustrom von 27 Mrd. Dollar verzeichnet worden war.

China verbuchte einen großen Teil der Investitionen auf sich. In die aufstrebende Volkswirtschaft strömte mit 55 Mrd. Dollar so viel Kapital wie noch nie. Ein Jahr zuvor waren es 47 Mrd. Dollar gewesen. Der Kapitalzustrom in die USA erhöhte sich von 67 Mrd. auf 107 Mrd. Dollar, während Großbritannien 79 Mrd. Dollar anzog nach 20 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor.

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