US-Einkaufsmanagerindex bricht ein
Der Ölpreis würgt Erholung der deutschen Industrie ab

Der deutschen Industrie ist vom hohen Ölpreis im August der deutlichste Rückschlag seit zwei Jahren versetzt worden. Andere Länder der Euro-Zone kamen dagegen bislang deutlich glimpflicher davon. Derweil ist der US-Einkaufsmanager im August stärker als erwartet gesunken.

Die meisten Volkswirte hatten erwartet, dass die Industrie nach vier Schwächemonaten mit einem Indexstand über 50 wieder zum Wachstum zurückfindet. „Das ist eine ziemlich kalte Dusche“, kommentierte Jürgen Michels von der CitiGroup. Auch Jörg Lüschow von der WestLB zeigte sich angesichts der ohnehin schwachen Wirtschaft besorgt, auch wenn er wie seine Kollegen die Erholung noch nicht abschreiben wollte: „Der Ölpreis-Schub erwischt Deutschland in einer sehr ungünstigen Lage.“ Belastet durch Deutschland sank der EMI für die Euro-Zone auf 50,4 von 50,8 Punkten.

Auch der US-Einkaufsmanagerindex sank im August stärker als erwartet. Der Index lag bei 53,6 Zählern nach 56,6 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem leichten Rückgang auf 56,5 Punkte gerechnet. Ein Index-Wert von über 50 Punkten deutet auf eine Expansion im Verarbeitenden Gewerbe hin, Werte darunter zeigen ein Schrumpfen an.

Der Beschäftigungsindex fiel auf 52,6 (Juli 53,2) Punkte. Der Teilindex für die Preise stieg auf 62,5 (48,5) Zähler. Bei den Neuaufträgen wurde ein Rückgang auf 56,4 von 60,6 Zählern verzeichnet.

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