US-Einzelhandel
Kein Konsumeinbruch in den USA

Ungeachtet der Finanzkrise ist in den USA kein Konsumeinbruch in Sicht. Die Geschäfte im US-Einzelhandel sind im April allerdings etwas schlechter gelaufen.

HB WASHINGTON. Der Einzelhandelsumsatz schrumpfte im April saisonbereinigt um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 378,1 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte.

Ohne Berücksichtigung der Autoverkäufe gab es aber ein Plus von 0,5 Prozent. Es fiel damit doppelt so stark aus wie von Analysten erwartet.

Ökonomen zufolge steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Notenbank Fed ihren Leitzins vorerst nicht weiter senkt. „Die Fed wird diese Zahlen wohl dahingehend interpretieren, dass eine erneute Zinssenkung im Juni nicht erforderlich ist“, sagte Commerzbank-Analyst Patrick Franke.

Ein Konsumeinbruch wegen der Finanzkrise sei nicht in Sicht, sagte auch Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer: „Gespart wird in erster Linie bei dauerhaften Gütern wie Autos oder Möbeln.

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins seit September um 3,25 Prozentpunkte auf zwei Prozent gesenkt, um mit billigerem Geld die Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen anzukurbeln.

Der Dollar legte nach den Daten im Vergleich zum Euro zu. Die Umsätze im Einzelhandel gelten als wichtiger Indikator für die weltgrößte Volkswirtschaft. Sie hängt zu etwa zwei Dritteln vom privaten Konsum ab.

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