US-Einzelhandel
Weihnachtsgeschäft zieht wieder an

Geschenke, Geschenke, Geschenke: Trotz hoher Arbeitslosigkeit haben die US-Verbraucher diese Weihnachten wieder tiefer in die Tasche gegriffen. Die Einzelhändler freut's, sie setzten spürbar mehr ab als im Vorjahr.
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HB MONTREAL/CHICAGO. Trotz hoher Arbeitslosigkeit haben die US-Verbraucher 2009 zu Weihnachten wieder mehr Geschenke gekauft. Die Einzelhändler setzten ab Anfang November 3,6 Prozent mehr um als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie SpendingPulse von MasterCard Advisors am Montag mitteilte. Das Weihnachtsgeschäft kann für die Läden zwischen 25 und 40 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise vor einem Jahr mussten die Einzelhändler die schlimmsten Umsatzeinbrüche in ihrer Geschichte verkraften.

Von den Daten profitierten an der Börse die Aktien von Wal-Mart, die um 0,4 Prozent zulegten. Die Papiere von Macy's gewannen 1,7 Prozent. Die Papiere von Amazon stiegen um rund ein Prozent. Der Internethändler verkaufte nach eigenen Angaben erstmals am Weihnachtstag mehr elektronische als gedruckte Bücher.

Wie SpendingPulse weiter mitteilte, hat das Umsatzplus der Einzelhändler nur rund ein Prozent betragen, wenn man einen zusätzlichen Einkaufstag in dem Zeitraum bis zum 24. Dezember herausrechnet. Es war zunächst unklar, wie ein einziger Handelstag einen solch starken Umsatz hervorrufen konnte. SpendingPulse zeichnet die Geschäfte auf, die Kunden über den Kreditkartenanbieter MasterCard tätigen. In den vorgestellten Daten sind zudem Schätzungen für Bar- und Scheckzahlungen enthalten. Da infolge der Finanzkrise die Bedingungen für die Vergabe von Kreditkarten verschärft wurden, zahlen immer mehr Verbraucher in den USA bar. Ausgenommen von den Daten waren Auto- und Spritkäufe.

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