Konjunktur
US-Erzeugerpreise überraschend gesunken

Die Erzeugerpreise in den USA sind im Juni überraschend gesunken.

HB WASHINGTON. Gegenüber dem Vormonat gingen sie um 0,3% zurück. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,2% gerechnet. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag weiter mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise in der Kernrate - ohne die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie - verglichen mit dem Vormonat um 0,2%, was den Prognosen der Experten entsprach.

Für den Vormonat wurde der vorläufig gemeldete Anstieg um 0,8% bestätigt. Auch die Mai-Entwicklung in der Kernrate wurde mit plus 0,3% bestätigt. Auf Jahressicht stiegen die Erzeugerpreise im Juni um 4,0% (Mai plus 5,0%), für die Kernrate wurde ein Plus von 1,8% (plus 1,7%) gemeldet.

Die Nahrungsmittelpreise, die 22% des Gesamtindex abbilden, fielen den Angaben zufolge um 0,6%. Die Preise für Energie (14% des Gesamtindex) sanken um 1,6%. Benzin verzeichnete ein Minus von 5,2%, Heizöl verteuerte sich dagegen um 3,7%.

Die guten Erzeugerpreisdaten dürften Inflationsbefürchtungen dämpfen. Am Freitag soll dann die Verbraucherpreisentwicklung ebenfalls für Juni veröffentlich werden. Hiervon erwarten sich die Finanzmärkte weitere Aufschlüsse über die Inflationsentwicklung.

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