US-Konjunktur
Fed sieht ersten Lichtblick

Im düsteren Konjunkturbild der USA gibt es nach einer Studie der US-Notenbank allererste Lichtblicke. Die Lage der US-Wirtschaft verschlechterte sich nach dem „Beige Book“ genannten Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed zwar weiter. Allerdings sieht sie in einigen Distrikten auch erste Anzeichen einer Bodenbildung.

HB WASHINGTON. Die Lage der US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der US-Notenbank (Fed)in den vergangenen Wochen insgesamt weiter verschlechtert. Allerdings habe es in einzelnen Distrikten der Fed erste Anzeichen einer Bodenbildung gegeben, heißt es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht der US-Notenbank. So hätten fünf Distrikte eine moderatere Geschwindigkeit im Abschwung gemeldet. Andere Distrikte hätten bereits erste Anzeichen ausgemacht, dass sich die wirtschaftlichen Aktivitäten "auf einem geringen Niveau stabilisieren".

Insgesamt zeige der Bericht, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen seit Anfang März „weiter eingetrübt haben oder weiterhin schwach geblieben sind“, hieß es weiter. Nach Aussage der Fed ist die Industrieproduktion nach wie vor schwach. Allerdings hätten die Distrikte Chicago, Kansas City, Cleveland, New York und Dallas eine Verlangsamung beim Rückgang der Produktion gemeldet. In den Distrikten Boston, New York, Philadelphia, Atlanta und Kansas City sei sogar von einer leichten Aufhellung bei den Prognosen für die Produktion und die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe berichtet worden.

Der Konsum sei dagegen weiterhin schwach geblieben, auch in der Tourismusbranche würden die Geschäfte unverändert schlecht laufen, hieß es weiter in dem Bericht. Zudem seien auch die Bedingungen auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt unverändert schlecht. Aus allen Distrikten seien unter anderem Entlassungen, Arbeitszeitverkürzungen und zeitweise Schließungen von Fabriken gemeldet worden. Insgesamt zeige der Arbeitsmarkt keinerlei Verbesserung.

Unterdessen hätten auch alle Distrikte sinkende Preise gemeldet. Es gebe im ganzen Land einen „Abwärtsdruck auf die Preisentwicklung“, hieß es hierzu in dem Bericht der Notenbank.

Obama hatte am Dienstag erklärt, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zum ersten Mal beginne, einen Hoffnungsschimmer zu sehen. Es gebe erste „Anzeichen eines wirtschaftlichen Fortschritts“. Notenbankchef Bernanke sagte, in jüngster Zeit habe es „vorläufige Anzeichen“ gegeben, dass sich der heftige Abschwung verlangsame. Wenn sich die Lage beruhige, sei dies der erste Schritt auf dem Weg zur Erholung. Allerdings werde ein nachhaltiger Aufschwung ausbleiben, solange sich das Finanzsystem und die Kreditmärkte nicht stabilisierten. Doch auch an dieser Front gebe es Fortschritte.

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