US-Konjunktur
Mehr neue Jobs und eine schwächelnde Industrie

Der US-Arbeitsmarkt erholt sich weiter: Im September wurden die Erwartungen bei der Schaffung neuer Jobs sogar leicht übertroffen. Die Industrie allerdings verlor überraschend deutlich an Fahrt – bleibt aber robust.
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New YorkDer Jobaufbau in den USA zieht einer Umfrage zufolge wieder leicht an. Die US-Firmen schufen im September 213.000 neue Stellen, wie der private Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit plus 210.000 gerechnet, nachdem es im August 202.000 waren.

„Die Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich fort“, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Auch für die offiziellen Daten kündige sich keine negative Überraschung an. Der Arbeitsmarktbericht der Regierung wird am Freitag erwartet. Ökonomen sagen 215.000 zusätzliche Stellen voraus. Hierbei fließen auch die Beschäftigungszahlen des Staates ein.

Einer Faustregel zufolge müssen monatlich rund eine Viertel Million Stellen entstehen, damit der US-Arbeitsmarkt in Schwung kommt. Ein halbes Jahr lang lag die Zahl jeweils über 200.000, bis diese jüngste Serie riss: Im August schufen die Firmen nur noch 142.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft.

Währenddessen hat die US-Industrie auf ihrem Wachstumskurs im September unerwartet viel Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex sank auf 56,6 Punkte von 59,0 Zählern im August, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) unter Unternehmen hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen leichten Rückgang auf 58,5 Zähler erwartet.

Trotz des Dämpfers sei das Niveau weiter robust und signalisiere eine „anhaltend hohe Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Das Barometer liegt immer noch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Im August hatte der Index den höchsten Stand seit März 2011 erreicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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