US-Konjunktur
US Notenbank: Talsohle ist erreicht

Das Beige Book ist ein wichtiger Indikator für die US-Konjunktur. In der aktuellen Ausgabe macht die Notenbank Hoffnung: Der Abwärtstrend der wirtschaftlichen Entwicklung lässt nach. Auch wenn einige Regionen schon das Schlimmste überstanden haben, ist das Bild eher düster.

WASHINGTON.Die US-Notenbank sieht Anzeichen für einen nachlassenden wirtschaftlichen Abwärtstrend. Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage im Mai aber immer noch schwach oder schwächer als zuvor gewesen, heißt es im am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank. Das Beige Book wird von den zwölf regionalen Notenbanken der Federal Reserve erstellt. Die Federführung hatte die Notenbank des Distriktes Cleveland.

Insgesamt ist das Bild weiterhin düster. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten jüngsten Studie („Beige Book“) der US-Notenbank hervor. Danach hat sich in fünf der zwölf Bezirke der Federal Reserve (Fed) der Konjunkturabschwung „gemäßigt“, aber in allen Regionen blieb die Wirtschaft „schwach oder hat sich weiter verschlechtert“.

Auf Verbesserungen in fünf Bezirken hatte die Fed bereits in ihrem „Beige Book“ vor rund zwei Monaten hingewiesen. Die Fed stellt nun weiter fest, dass sich die Erwartungen der Unternehmen insgesamt verbessert hätten. Dennoch werde befürchtet, dass es bis zum Ende des Jahres keinen „wesentlichen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivitäten“ geben werde. Die Zentralbank und viele Volkswirtschaftler haben in der jüngsten Zeit wiederholt ein Ende der Rezession im zweiten Halbjahr 2009 vorausgesagt.

Der Arbeitsmarkt bleibe schwach, heißt es in dem Bericht. Die Löhne seien überwiegend unverändert geblieben oder gefallen. In einigen Distrikten habe sich die Abwärtsbewegung jedoch verlangsamt. Mit Ausnahme der Ölpreise würden die Preise auf allen Produktionsstufen sinken.



Der Häusermarkt bleibt schwierig

Der Häusermarkt sei insgesamt schwach geblieben, schreibt die Fed. In acht Distrikten der US-Notenbank habe es jedoch eine leichte Erholung gegeben, die jedoch vor allem auf die starke Frühlingssaison zurückzuführen sei. Zudem stützten die sehr niedrigen Zinsen und die gefallenen Hauspreise den Markt. Die US-Notenbank hatte während der Wirtschafts- und Finanzkrise ihren Leitzins fast auf Null gesenkt und die Finanzmärkte mit umfangreichen quantitativen Maßnahmen gestützt.

Der Euro hat sich nach Veröffentlichung des US-Konjunkturberichts (Beige Book) etwas von seinen vorangegangenen Verlusten erholt. Er stieg von 1,3933 Dollar auf 1,3967 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4102 (Dienstag: 1,3959) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7091 (0,7164) Euro. Der Dow-Jones-Index notierte nach den Daten weiter rund ein Prozent im Minus. Die Kurse von US-Staatsanleihen legten leicht zu.

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