US-Konjunktur
US-Wachstum reicht nicht für mehr Jobs

Der Arbeitsmarkt in den USA kommt einfach nicht aus der Krise. Zwar ist der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche gesunken, doch die Gesamtzahl der Menschen ohne Job ist nach wie vor sehr hoch. Andere Wirtschaftsdaten überraschten dagegen positiv.
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HB WASHINGTON. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf 545 000 von revidiert 557 000 in der Vorwoche gesunken, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang Juli. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 550 000 Erstanträgen gerechnet.

Zugleich waren aber in der Woche zum 5. September mehr Menschen längere Zeit ohne Arbeitsplatz als erwartet. Die Zahl stieg damit um 129 000 auf 6,23 Millionen. Die Rezession in den USA hat seit ihrem Beginn im Dezember 2007 Millionen Jobs vernichtet. Volkswirte und Politiker gehen nun davon aus, dass das Wachstum noch längere Zeit nicht ausreicht, damit genügend neue Stellen geschaffen werden können.

Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hat sich im September überraschend deutlich aufgehellt. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) sei von plus 4,2 Punkten im Vormonat auf plus 14,1 Punkte gestiegen und erreichte damit den höchsten Wert seit Juni 2007, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg auf plus 8,0 Punkte gerechnet.

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über Null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter Null signalisiert einen Rückgang.

Erfreuliche Nachricht auch für die amerikanische Bauindustrie: In den USA ist die Anzahl der Baubeginne und-genehmigungen im August in etwa wie erwartet gestiegen. Die Baubeginne seien zum Vormonat um 1,5 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 598 000 Beginne geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 600 000 erwartet.

Die Zahl der Baugenehmigungen stieg um 2,7 Prozent auf annualisiert 579 000. Volkswirte hatten einen Wert von 580 000 Genehmigungen erwartet. Auf Jahressicht lagen die Raten nach wie vor deutlich im zweistelligen negativen Bereich.

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