US-Konjunktur
US-Wirtschaft: Fed-Chef erwartet „gesundes Wachstum“

Ungeachtet der derzeitigen Abschwächung der amerikanischen Konjunktur erwartet US-Notenbankchef Ben Bernanke auf längere Sicht robustes Wachstum. „Ich bin zuversichtlich, dass, wie auch immer sich die Dinge kurzfristig entwickeln, die Wirtschaft auf lange Sicht mit gesundem Tempo wächst“, sagte er am Dienstag in New York.

HB WASHINGTON. Allerdings sei derzeit die Kerninflation, die die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel unberücksichtigt lässt, „unbehaglich hoch“. „Betrachtet man das gegenwärtige Inflationsniveau, wäre das Ausbleiben einer erwarteten Abschwächung besonders störend“, warnte Bernanke.

Die Wirtschaft werde über das nächste Jahr voraussichtlich mit „moderater Geschwindigkeit“ wachsen, sagte der Fed-Chef. Die Abschwächung in diesem Jahr sei Zeichen einer reiferen wirtschaftlichen Expansion und entspreche ungefähr den Erwartungen der Notenbank vom Juli.

Mit Blick auf die niedrige Arbeitslosigkeit in den USA äußerte Bernanke die Sorge, die Unternehmen könnten höhere Lohnkosten an die Konsumenten weitergeben. Dies sei eine „besorgniserregende Möglichkeit“, die die Preise treiben könnte. Im Oktober war die US- Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen.

Die US-Konjunktur hatte im dritten Quartal 2006 vor allem wegen des schwächelnden Bausektors abermals deutlich an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach vorläufigen Zahlen lediglich mit einer hochgerechneten Jahresrate von 1,6 Prozent, das geringste Plus seit Anfang 2003. Ökonomen hatten um die zwei Prozent erwartet. Im Vorquartal hatte der Zuwachs noch 2,6 Prozent betragen.

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