US-Konjunktur
USA: Philly-Fed-Index fällt im Juli deutlich

Die Konjunktursignale, die dieser Tage aus den USA kommen, sind noch nicht eindeutig. Einige Werte deuten eine leichte Erholung, andere Indikatoren zeigen dagegen, dass die USA nicht aus dem Tal herauskommt. Jetzt sorgt der Philly-Fed-Index für eine negative Überraschung.

HB PHILADELPHIA. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hat im Juli einen überraschend starken Rückschlag erlitten. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) sei von minus 2,2 Punkten im Vormonat auf minus 7,5 Punkte gefallen, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Damit ist der Indikator erstmals nach vier Monaten mit einer Aufhellung der Stimmung wieder gesunken. Volkswirte hatten zuvor mit einem Rückschlag auf minus 5,0 Punkte gerechnet.

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über Null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter Null signalisiert einen Rückgang.

Eine positive Überraschung kam dagegen vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche überraschend gefallen. Die Zahl sei um 47 000 auf 522 000 gesunken, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 575 000 Anträge gerechnet. Der Vorwochenwert wurde allerdings von 565 000 auf 569 000 nach oben revidiert.

Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt sank die Zahl der Erstanträge um 22 500 auf 584 500. Der Wert der Vorwoche lag bei revidiert 607 000 (zunächst 606 000).

Im Mai hat es in den USA abermals kräftige Kapitalabflüsse gegeben. Per Saldo hätten ausländische Investoren 66,6 Milliarden US-Dollar abgezogen, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Washington mit. Der Abfluss vom April wurde unterdessen von 53,2 Milliarden Dollar auf 38,0 Milliarden Dollar revidiert. Im März hatte es noch Zuflüsse von 27,1 Milliarden Dollar gegeben. Die USA benötigen einen hohen Zufluss an Kapital, um ihr Defizit in der Leistungsbilanz zu finanzieren.

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