US-Konjunkur
Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf 26-Jahres-Hoch

Die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf den höchsten Stand seit mehr als 26 Jahren gestiegen. Insgesamt erhalten derzeit fast 4,8 Millionen Menschen staatliche Arbeitslosenhilfe. Das ist der höchste Stand, der jemals gemessen wurde. Der US-Industrie brechen unterdessen weiter die Aufträge weg.

HB WASHINGTON. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, ist in der vergangenen Woche die Zahl derjenigen, die Arbeitslosenhilfe beantragt haben, auf 626 000 angewachsen. Das waren noch einmal deutlich mehr als die 591 000 in der Woche zuvor. Analysten hatten nur 583 000 erwartet.

Insgesamt erhalten derzeit in den USA fast 4,8 Millionen Menschen staatliche Arbeitslosenhilfe. Das ist der höchste Stand sei Beginn der Statistik 1967. Allerdings ist auch die Zahl der Arbeitskräfte seitdem deutlich gestiegen.

Die Produktivität in den USA ist im letzten Quartal 2008 deutlich stärker gestiegen als erwartet, der Anstieg der Arbeitskosten schwächte sich zugleich ab. Die sich verschärfende Rezession hat damit die Gefahr einer Inflation gebannt. Das Arbeitsministerium erklärte, die Produktivität sei um 3,2 Prozent gestiegen. Das war deutlich mehr als die 1,1 Prozent, die Analysten erwartet hatten.

Im dritten Quartal 2008 war die Produktivität nur um 1,5 Prozent gestiegen. Die Arbeitskosten stiegen um 1,8 Prozent nach 2,6 Prozent im dritten Quartal. Analysten hatten 2,9 Prozent erwartet.

Die Auftragseingang der Industrie sind unterdessen im Dezember überraschend stark gesunken. Zum Vormonat seien die Aufträge aber nicht mehr so stark wie noch im November gefallen. Das US-Handelsministerium meldete am Donnerstag in Washington einen Rückgang um 3,9 Prozent. Volkswirte hatten zuvor mit einem Minus von 3,0 Prozent gerechnet. Im November sind die Auftragseingänge noch um revidiert 6,5 Prozent (zuvor 4,6 Prozent) gesunken.

Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Aufträge für Transportgüter ging der Auftragseingang den Angaben zufolge ebenfalls kräftig zurück. In dieser Abgrenzung seien die Aufträge auf Monatssicht um 4,4 Prozent gesunken. Hier hatten die befragten Experten einen Rückgang um 4,5 Prozent erwartet.

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