US-Kreise
Euro-Krise ist größte Hürde für globale Erholung

Trotz einiger Fortschritte bleibt die Euro-Krise eine Bedrohung für die Weltkonjunktur. Die Amerikaner wollen das Thema deshalb in den Mittelpunkt des G20-Gipfels stellen.
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WashingtonDie europäische Schuldenkrise bleibt nach Einschätzung der USA das größte Hindernis für eine globale Wirtschaftserholung. Deshalb werde dieses Thema beim Treffen der Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Sonntag und Montag in Mexiko im Mittelpunkt stehen, sagte ein hochrangiger Vertreter des US-Finanzministeriums am Freitag. "Angesichts der Tatsache, dass Europa der heftigste Gegenwind für das globale Wachstum ist, werden sich die G20 stark für die Maßnahmen der Europäer zur Bekämpfung der Krise interessieren."

Aus Kreisen anderer G20-Teilnehmerländer hieß es indes, die Haushaltsprobleme der USA dürften die größte Rolle bei den Gesprächen spielen. Ein dritter Punkt bei der Zusammenkunft wird US-Kreisen zufolge die Währungspolitik in Schwellenländern sein.

An dem letzten Finanzministertreffen unter der mexikanischen G20-Präsidentschaft nehmen eine Reihe von Amtsträgern nicht teil, wie etwa der US-Finanzminister Timothy Geithner und sein französischer Kollege Pierre Moscovici.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @ EinBuerger
    Ich hätte noch Fragen: Warum sollte das anders sein?
    Warum Steuern beim Wähler eintreiben, wenn man Steuergelder eines Ausländers haben kann, der bei keiner Wahl mitbestimmen darf? Warum Staatsdiener feuern, wenn sie nichts anderes können als verwalten und deshalb sowieso ernährt werden müssen? Warum Korruption bekämpfen, wenn sie allen nützt? Warum reformieren, wenn man schon alles hat, was man braucht? Warum auf Lebensstandard verzichten, wenn andere bereitwillig dafür arbeiten? Warum eine Bank dicht machen, wenn der eigene Reichtum aus den Schulden anderer besteht? Warum kein mächtiges Europa, wenn die einzelnen Staaten aus Überschuldung sowieso nichts mehr leisten können? Warum nicht jemanden bestehlen und wenn’s der eigene Nachbar ist, wenn der gar nicht wissen will, dass ihm nichts mehr gehört? Warum aufwachen, wenn es sich so schön träumen lässt?
    Das eigentliche Problem ist doch die Schizophrenie gerade der Deutschen. Einerseits schaffen sie mit ihrer Wirtschaftskraft bereitwillig den Wohlstand für sich und ganz Europa, ohne die anderen Europäer zur Mitarbeit zu verpflichten. Andererseits beschweren sich die Deutschen darüber, dass die anderen Zeit haben, den Wohlstand zu genießen, nur weil sie selbst nie genug bekommen. Ungerechtigkeit ist meines Erachtens etwas anderes.

  • Badoglio: niemand zwingt irgendjemand, Produkte zu kaufen.
    Es ist auffallend bei der Argumentation, dass sich die südlichen Länder immer gezwungen fühlen, deutsche Produkte zu kaufen. Da es jedoch ein freier Markt ist, ist diese Art der Argumentation ein äusserst seltsames Argument, das einem erwachsenen und zurechnungsfähigem Menschen nicht wirklich würdig ist.

  • Ich möchte nicht, dass sich die Südländer den deutschen Maßstäben an Effizienz unterordnen. Dass die Uhren dort etwas langsamer ticken, macht doch gerade deren Charme aus. Daher wäre es gut, wenn sie ihre eigenen Währungen (oder einen "Süd-Euro") zurückbekommen und diese abwerten könnten, um auf diese Weise konkurrenzfähig zu werden. Die dortige Korruption, Vetternwirtschaft usw. muss natürlich trotzdem mit aller Macht bekämpft werden.

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