US-Notenbank
Bernanke betont Bedeutung von Inflationserwartungen

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat seine Ansichten zur Inflation preigegeben: Ausschläge bei den Preisen für Energie und Lebensmittel haben demnach einen geringen Einfluss auf die Teuerung, solange die Inflationserwartungen eingedämmt bleiben. Damit hält Bernanke an der Kerninflationsrate als entscheidende Größe bei den Zinsentscheidungen fest.

HB WASHINGTON. Die Inflationserwartungen beeinflussten stark die tatsächliche Inflation und damit die Möglichkeiten der Notenbank, Preisstabilität zu erreichen, sagte Bernanke in einer Rede. Wenn Investoren, Verbraucher und Unternehmen Vertrauen in die Notenbank hätten, die Preise stabil zu halten, neigten sie weniger stark dazu, sich in einer Weise zu verhalten, die die Inflation anheizen könnte.

„Die Erfahrung zeigt, dass eine hohe und andauernde Inflation das öffentliche Vertrauen in die Wirtschaft und in das Management der Wirtschaftspolitik allgemein untergräbt“, erklärte Bernanke weiter. Damit scheint er kein Abrücken von der Kerninflationsrate als entscheidende Größe bei den Zinsentscheidungen der Währungshüter zu signalisieren.

Zum künftigen Kurs der Zinspolitik in den USA äußerte er sich ebensowenig wie zum gegenwärtigen Inflationsklima. Bei ihrem jüngsten Treffen Ende Juni hatte die Fed den Leitzins unverändert bei 5,25 Prozent gelassen.

Bernanke wird am 18. Juli vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des US-Repräsentantenhauses im Rahmen seiner halbjährlicher Anhörung zur Geldpolitik aussagen. Dabei könnte er sich möglicherweise auch näher zur Kommunikationspolitik der Fed äußern. Bernanke kündigte an, in der näheren Zukunft Vorschläge dazu zu machen. Innerhalb der Fed wurde zuletzt darüber diskutiert, ob konkrete Inflationsziele eingeführt werden, wie sie etwa für die Europäische Zentralbank hat.

An der Börse wurde die Rede mit Kursabschlägen quittiert.

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