US-Notenbank Bernanke setzt Politik des billigen Geldes fort

Die US-Zinsen bleiben nahe der Nulllinie, die US-Notenbank kauft weiter Staatsanleihen und druckt damit Geld für Präsident Obama - die Fed gibt geldpolitisch weiter Gas. Ein Ende der Geldschwemme ist nicht in Sicht.
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US-Notenbankchef Bernanke: Die Zinsen dürften noch lange nahe der Nulllinie bleiben. Quelle: Reuters

US-Notenbankchef Bernanke: Die Zinsen dürften noch lange nahe der Nulllinie bleiben.

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WashingtonNach dem Japan-Schock an den Finanzmärkten flutet die US-Notenbank die Märkte weiter mit billigem Geld. Die Zentralbanker um Fed-Gouverneur Ben Bernanke beschlossen am Dienstag, die seit November laufenden milliardenschweren Staatsanleihenkäufe trotz des Wirtschaftsaufschwungs fortzusetzen. Zugleich beließ das Gremium den Leitzins auf seinem historischen Tiefstand - zwischen 0,0 und 0,25 Prozent.

Diesen Zielkorridor hatte sie im Dezember 2008 als Reaktion auf die schwere Wirtschaftskrise festgelegt. Mit einer Anhebung rechnen Experten wegen des langsamen Konjunkturaufschwungs der größten Volkswirtschaft der Welt frühestens 2012. Vor Beginn der Krise im Sommer 2007 hatte der Zinssatz noch bei 5,25 Prozent gelegen. Zudem hatte die Fed Anfang November beschlossen, bis Mitte 2011 Staatsanleihen im Volumen von rund 600 Milliarden Dollar aufzukaufen um damit die Konjunktur zu stützen.

Die Notenbanker signalisierten den Märkten zudem, dass sie den Leitzins noch geraume Zeit außergewöhnlich niedrig halten werden. Der Dollar bewegte sich nach dem Fed-Entscheid kaum. Die
US-Aktienmärkte blieben unverändert im Minus. Die Furcht vor einer Atomkatastrophe in Japan hatte die US-Börsen zu Handelsbeginn auf Talfahrt geschickt.

Die US-Notenbank hält das konjunkturelle Wachstum der amerikanischen Wirtschaft offenbar für stabil: „Die ökonomische Erholung steht auf festeren Füßen und die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt scheinen sich insgesamt schrittweise zu verbessern“, teilte der Offenmarktausschuss der Federal Reserve (Fed) am Dienstag nach seiner Sitzung mit.

Etwas sorgenvoll blickt die Zentralbank jedoch auf die steigenden Energiepreise angesichts der Unruhen im Mittleren Osten und Nordafrika. Die höheren Rohstoffkosten sorgten für Inflationsdruck. Allerdings sei zu erwarten, dass es sich um vorübergehende Effekte handele und die Inflation auf lange Sicht weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibe.  

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