US-Notenbank
Fed-Gouverneur: Brauchen konkretes Inflationsziel

Fed-Gouverneur Frederic Mishkin hat bei seiner letzten öffentlichen Rede als US-Währungshüter ein starkes Plädoyer für ein Inflationsziel abgegeben. Ein explizites, numerisches Inflationsziel sei in Zeiten von unruhigen Finanzmärkten "besonders wertvoll".

HB WASHINGTON. Damit könne die Zentralbank den Inflationserwartungen klarere Orientierung geben und ihre Kommunikation verbessern, ohne an Flexibilität einzubüßen, sagte Mishkin in einer Rede beim Peterson Institute for International Economics. Er habe daher vorgeschlagen, dass das Entscheidungsgremium der Fed, der Offenmarktausschuss FOMC, den Zeitraum seiner Projektionen verlängere, sich auf einen Zahlenwert für ein Inflationsziel einige und deutlich mache, dass dieses Ziel nur mit guten wissenschaftlichen Gründen modifiziert werde.

Anders als die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Fed kein konkretes Inflationsziel. Sie hat schon mehrfach über dessen Einführung debattiert, aber noch keine Entscheidung getroffen. Mishkin dringt darauf, dies nicht aufzuschieben.

Mishkin spricht sich seit langem für ein Inflationsziel aus und hat als Wirtschaftswissenschaftler zusammen mit dem späteren Fed-Chairman Ben Bernanke akademische Beiträge und Bücher über dieses Thema verfasst. Mishkin kehrt nach zwei Jahren als Fed-Gouverneur im nächsten Monat an die Columbia University in New York zurück.

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