US-Notenbank
Fed uneins über Wende in der Geldpolitik

Die Mitglieder der US-Notenbank Federal Reserve sind uneinig über den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik.
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WashingtonIn der US-Notenbank Federal Reserve gibt es unterschiedliche Ansichten über den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik. Während wenige Mitglieder für eine Straffung noch vor Jahresende plädierten, sprachen sich einige Fed-Vertreter für eine Beibehaltung der aktuellen Geldpolitik über dieses Jahr hinaus aus, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Protokoll der Sitzung des entscheidenden Gremiums vom 15. März hervorgeht.

Auch über das Ankaufprogramm für Staatsanleihen gibt es innerhalb der Zentralbank unterschiedliche Meinungen. Einige Mitglieder traten dem Protokoll zufolge dafür ein, dass Ankaufprogramm im Volumen von 600 Milliarden Dollar früher zu beenden, wenn sich das Wirtschaftswachstum stabilisiert und die Teuerungsrate steigt. Das Programm läuft regulär Mitte des Jahres aus. Laut dem Protokoll plant die Fed wegen der unterschiedlichen Ansichten ihrer Mitglieder, Exit-Strategien für verschiedene wirtschaftliche Szenarien zu entwickeln.

Aus dem Protokoll geht auch hervor, dass sich die Notenbanker zunehmende Inflationsgefahren sehen. Die Unruhen im Nahen Osten und die Ölpreise wirkten sich negativ aus. Der durch die steigenden Öl- und Rohstoffpreise ausgelöste Teuerungsschub sei allerdings nur vorübergehend, hieß es. Ähnlich hatte sich auch US-Notenbankchef Ben Bernanke in der Nacht zu Dienstag geäußert. Er trat dabei dem Eindruck entgegen, die Federal Reserve überdenke wegen drohender Inflationsgefahren ihre lockere Geldpolitik. „Unsere Erwartung ist, dass die Teuerungsrate mittelfristig wohl eher recht niedrig ausfallen wird“, sagte Bernanke.

Experten werteten die Äußerungen Bernankes als Hinweis, dass er das Ankaufprogramm für Staatsanleihen bis zum Ende fortsetzen will. Auch eine Abkehr von der Nullzinspolitik noch in diesem Jahr scheint damit eher unwahrscheinlich.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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